Berlin - Muss ein Bundespräsident “ordentliche“ Lebensverhältnisse haben? Nach Joachim Gaucks Nominierung für das Amt ist eine Debatte darüber entbrannt, ob er seine langjährige Lebensgefährtin heiraten soll.

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Seit 12 Jahren ein Paar: Joachim Gauck und Daniela Schadt
"Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird“, sagte der CSU-Familienpolitiker Norbert Geis der Passauer Neuen Presse. Er machte sich damit indirekt dafür stark, dass der künftige Bewohner von Schloss Bellevue sich möglichst rasch einen neuen Trauschein besorgt.
Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sagte dem Sender N24: “Ich unterstelle mal, dass er seine Lebenspartnerin auch liebt“, sagte Thierse. Die Frau, mit der man zusammenlebe, könne man doch auch heiraten. Zu dem Einwand, dass Gauck noch gar nicht geschieden sei, sagte Thierse: “Das ist ja dann ein Vollzug. Also, ich würde daraus keine Staatsaffäre machen.“
Linke-Chef Klaus Ernst nannte die ganze Debatte völlig überflüssig. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er am Dienstag: “Was für eine mittelalterliche Debatte! Es gibt viel, was gegen Gauck als Präsident spricht, seine Lebensverhältnisse gehören nicht dazu.“
dpa



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