128.11.08|PolitikFacebook
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München – Über die Terroranschläge in der indischen Millionen-

© dpa
Rolf Tophoven ist Sicherheitsexperte, Terrorismus-Forscher und Autor mehrerer Fachbücher.
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Der entscheidende Punkt ist: Wer steckt dahinter? Man muss von militanten indischen Muslimen ausgehen. Was bei diesen Anschlägen auffällt und besonders interessant ist, sind die generalstabsmäßige Planung und das perfekte Vorgehen auch mit schwereren Waffen wie Maschinengewehren. Die Terroristen haben in aus ihrer Sicht perfekter Weise demonstriert, wie verwundbar Mega-
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Dass sie hergestellt wird, ist mit Blick auf die vielen Toten nicht überraschend.
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Wenn Bombay angegriffen wird, wird natürlich auch die Finanzmetropole und eines der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren des Subkontinents getroffen. Das war auch ein Ziel dieser Anschläge, und es ist sicher ein Grund für die Eskalation der Gewalt.
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Durchaus. Man will Bombay und Indien destabilisieren und so ausländische Besucher und Investoren abschrecken. Hinter diesem Terror steckt deutlich erkennbar eine Gesamtstrategie.
Ja. Und das dokumentiert die Perfektion sowie die hervorragende nachrichtendienstliche Arbeit der Terroristen, die offensichtlich zu allem entschlossen sind.
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Nein. Interessant ist aber der Begriff Mudschaheddin. Es gibt in Asien Dutzende militante Gruppen, die sich „Gotteskrieger“ nennen. Ein begriff, der aus dem Kampf der Afghanen gegen die UdSSR stammt. Inzwischen ist das Wort vielerorts zu einem Schimpfwort geworden – etwa in Pakistan. Dennoch: Bedrückend ist, dass diese Leute nicht nur in der Lage sind, eine Metropole anzugreifen, sondern auch sie zu lähmen.
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Das ist nicht von der Hand zu weisen. Man wollte Diplomaten und Ausländer treffen. Man denke nur an den Anschlag vor einiger Zeit im pakistanischen Islamabad auf das dortige Marriott-
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Ob man von einer direkten Verbindung zu El Kaida und damit zu Osama bin Laden sprechen kann, ist fraglich. Was aber eindeutig Handschrift und Stil von El Kaida ist, ist der taktische modus operandi der Operation: Das gleichzeitige Vorgehen an mehreren Orten, das gezielte Töten vieler Menschen und das Inkaufnehmen unzähliger Verletzter. Das ist die neue Dimension und Qualität des Terrorismus im 21. Jahrhundert. So pervers es klingen mag: Zwei oder drei Tote in einem Bus oder Zug wären aus Sicht der Terroristen ein Fehlschlag.
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El Kaida hat ideologisch den gesamten Subkontinent und halb Asien und zugleich unzählige Terrorgruppen mit beeinflusst. Und diese Gruppen haben sicher auch gute Kontakte nach Afghanistan und Pakistan, womit die Wurzeln dieser Ideologie liegen. Und als sicher darf gelten, dass diese Ideologie auch in Indien als Impulsgeber dient.
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Das glaube ich nicht, denn es werden ja nicht nur Ausländer, sondern in der Masse vor allem Einheimische getroffen. Zudem würde der Konflikt zwischen Indien und Pakistan, der sich derzeit in einer Entspannungsphase befindet, neu verschärft.
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Man sollte diese Verbindung nicht unnötig konstruieren. Fakt ist aber auch: Es hat in der Vergangenheit Ausbildungslager im pakistanisch-
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Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass Israel und das Judentum und natürlich auch die Vereinigten Staaten von Amerika in der arabisch-
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Es könnte ein Signal an die neue Regierung unter Barack Obama sein, dass die USA auch unter einem neuen Präsidenten und nach einem Wechsel in der Politik gegenüber der arabischen Welt nicht aus dem Fokus der Terroristen geraten werden.
Das Gespräch führte Werner Menner
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