218.07.10|Politik|Politik|15
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München - In dramatischen Worten hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eine tiefgreifende Bundeswehr-Reform gefordert.

© dpa
In dramatischen Worten hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eine tiefgreifende Bundeswehr-Reform gefordert.
In dramatischen Worten hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eine tiefgreifende Bundeswehr-Reform gefordert. Die Truppe sei „stark unterfinanziert“, arbeite teils mit veraltetem Material, sei unattraktiv, habe „kranke Strukturen“, keine Perspektive und einen „Wasserkopf in Spitzenpositionen“. Wenn man nicht dieses Jahr handle, „tragen wir die Bundeswehr sehenden Auges zu Grabe“, sagte er bei einer Veranstaltung der Jungen Union Oberbayern. Er wirbt derzeit unter anderem für eine Aussetzung der Wehrpflicht: Hier sei „der Aspekt des Gammeldienstes sehr stark ausgeprägt“.
Für nächste Woche kündigte er mehrere Modelle für die Bundeswehr-Zukunft an. „Das wird eine knüppelharte Diskussion.“ Guttenberg stellte sich zudem hinter die umstrittene Äußerung von Ex-Bundespräsident Horst Köhler, die Bundeswehr sei auch aus wirtschaftspolitischen Motiven im Auslandseinsatz. Die „Sicherung von See- und Handelswegen“, sagte er, „nützt unserem Mittelstand“. Guttenberg kritisierte, dass nach Köhlers Satz „eine Erregungswelle durchs Land geschwappt“ sei und dass sich kaum ein Politiker hinter Köhler gestellt habe.
cd

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