München – E-Book statt Schulbuch, mehr Hochtechnologie, besserer Online-Service in Behörden: Junge CSU-Abgeordnete wollen eine bayerische Digital-Offensive.

© Kurzendörfer
Markus Blume
„Es wäre fahrlässig, sich jetzt zurückzulehnen und zu sagen, es läuft schon“, sagte der Sprecher der „Jungen Gruppe“ im Landtag, Markus Blume (36), bei der Vorlage eines Positionspapiers.
Jüngst hatten sich die Jungen eine Polit-Watschn vom auf Harmonie bedachten Regierungschef Seehofer eingefangen, als sie „mehr Dynamik“ vom Wirtschaftsministerium verlangten. In der Sache hat sich wenig geändert, Blume wägt die Worte aber vorsichtig: „Das Formulieren einer Vision, einer Antwort, wo wir mit Bayern hinwollen, ist eine der Aufgaben, die in den nächsten zwei Jahren erledigt werden muss.“ Will sagen: Bisher fehlt die Vision. Ein funktionierendes Breitband-Netz in ganz Bayern sei „so wichtig wie die 3. Startbahn“.
Gefordert wird unter anderem, die besten Experten anzuwerben, Wirtschaft und Unis besser zu vernetzen, digitale Leitprojekte (etwa in der Telemedizin) zu benennen. Ein Schwerpunkt ist das „digitale Bildungsnetz Bayern“. Die Junge Gruppe schlägt einen Feldversuch mit verschiedenen Hightech-Geräten an den Schulen vor – um nicht auf veraltete Technik zu setzen. Als „abschreckendes Beispiel“ nennt Blume die „Sprachlabore“ der Schulen.
Das Papier könnte bei der Kreuth-Klausur als Resolution beschlossen werden. Die aufstrebende Junge Gruppe will sich damit bewusst nicht gegen die aktuelle Führung positionieren, aber mittelfristig ihre Ideen in die Staatsregierung einbringen.
Christian Deutschländer



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