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Bundespräsident: Bundeskanzlerin Merkel schlägt von der Leyen als Favoritin vor

Köhler-Nachfolge: Merkel schlägt von der Leyen vor

Berlin - Kanzlerin Merkel hat nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur mit Ursula von der Leyen ihre Favoritin für das Amt des Bundespräsidenten benannt. Wird Deutschland bald von zwei Frauen regiert?

© dpa

Kanzlerin Merkel, Horst Köhler und Ursula von der Leyen bei der Ernennung von der Leyens zur Arbeitsministerin.

Kanzlerin Angela Merkel soll die 51-jährige von der Leyen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einem Treffen mit dem FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer am Dienstagmorgen vorgeschlagen haben. In der engeren Auswahl ist auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Das FDP-Präsidium beriet am Dienstag auf einer Sondersitzung bis spät in die Nacht. Die CSU will sich heute (Mittwoch) verständigen. Am 30. Juni soll die Bundesversammlung über die Nachfolge entscheiden.

“Wir werden uns verständigen, wer ein gemeinsamer Kandidat der Koalition sein kann“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Cornelia Pieper zur Präsidenten-Fragen vor der Sitzung. Es komme dabei auch darauf an, dass die Opposition in die Zustimmung eingebunden werde. Einen eigenen Kandidaten wollen die Freidemokraten nicht stellen.

Von der Leyen wird vor allem für ihre Familien- und Sozialpolitik über Parteigrenzen hinweg geschätzt und gilt als Frau mit großem Durchsetzungsvermögen, hieß es in Koalitionskreisen. Für Lammert spreche seine souveräne Amtsführung und parteiübergreifende Anerkennung als Bundestagspräsident.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Köhler könnte Merkel mit einer schnellen Einigung zumindest eines der gegenwärtigen vielen Konfliktfelder lösen. Zugleich könnte dies Luft schaffen für die Sondierungsgespräche von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen, wenn der bei der SPD umstrittene Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) neuer Arbeitsminister im Bundeskabinett würde. Rüttgers sagte jedoch am Dienstagabend in Düsseldorf zu den Gerüchten: “Mein Platz ist in Nordrhein-Westfalen.“

dpa

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