007.08.09|Politik|Politik|1
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Berlin - Krebsgefahr durch die Impfung gegen die Schweinegrippe? Davor warnt der SPD-Politiker und Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg.

© dpa
Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg.
Der Mediziner hat schwere Bedenken gegen den von der Firma Novartis entwickelten Impfstoff, der bereits in Deutschland getestet wird. Das sei “mit sehr heißer Nadel zugelassen“, sagte Wodarg.
Der Nährboden des Impfstoffs von Novartis seien Krebszellen tierischer Herkunft. Man wisse nicht, ob es dabei ein Allergierisiko gebe. “Und viel wichtiger: Einige befürchten, dass bei geringen Verunreinigungen aus diesen hochpotenten Krebszellen ein Krebsrisiko für die Geimpften besteht. Das kann man aber erst nach vielen Jahren und vielen Testpersonen auswerten. Das ist also ein Massenversuch“, sagte der Bundestagsabgeordnete.
Wodarg hält die Angst vor einer Schweinegrippe-Pandemie zudem für eine Inszenierung. “Das ist ein Riesengeschäft für die Pharmaindustrie“, sagte der Lungenfacharzt, der für die SPD im Bundestag sitzt, der in Hannover erscheinenden “Neuen Presse“.
Die Schweinegrippe unterscheide sich nicht von den üblichen Grippewellen. “Im Gegenteil: Wenn sie die Zahl der Fälle sehen, ist das lächerlich verglichen mit anderen Grippezügen.“
Die Pharmaindustrie habe ihre Interessen erfolgreich in der Politik durchgesetzt, sagte Wodarg. Bisher hätten die Hersteller von Grippe-Impfstoff nie gewusst, wie viel Abnehmer sie dafür im Herbst hätten. “Neu ist nun, dass die Bundesregierung der Pharmaindustrie eine Verkaufsgarantie gibt.“ Auch die Krankenkassen, die mit Beitragserhöhungen wegen der geplanten Massenimpfung drohen, versuchten nun, von der Pandemie-Angst zu profitieren: “Sie versuchen, Geld für sich rauszuschlagen“, sagte Wodarg.
dpa

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