117.09.09|Politik|Politik|
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Berlin/Brüssel - Bundeskanzlerin Merkel spricht sich grundsätzlich für die Einführung einer globalen Finanzmarktsteuer aus. Dabei nimmt sie auch ihre EU -Amtskollegen in die Pflicht.

© dpa
Bundeskanzlerin Merkel: “Ich wünsche mir, dass es eine einheitliche europäische Position gibt.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU ) pocht auf eine eindeutige gemeinsame Position Europas beim Weltfinanzgipfel nächste Woche im amerikanischen Pittsburgh. Merkel sagte am Donnerstag in Brüssel vor einem Sondergipfel der 27 europäischen Staats- und Regierungschefs. “Die Voraussetzungen dafür sind gut.“
Die Kanzlerin sprach sich grundsätzlich für die Einführung einer globalen Finanzmarktsteuer aus. “Ich glaube, dass eine solche Steuer international vernünftig sein kann.“
Man werde bei dem Sondergipfel schauen, ob es in der EU eine gemeinsame Position dafür gebe. “Wenn das gelänge, wäre ich zufrieden.“ Dann könnten das Europäer beim Weltfinanzgipfel in Pittsburgh einen solchen Vorschlag machen. “Ich habe noch keinen Überblick, ob das gelingt“, räumte Merkel ein.
Auf dem EU -Sondertreffen wollen die Europäer die Marschroute für Pittsburgh festlegen. “Ich wünsche mir, dass es eine einheitliche europäische Position gibt“, sagte Merkel.
Sie forderte schärfere Regeln für Risiko-Geschäfte von Großbanken. Es dürfe nicht passieren, dass ein einzelnes Institut Staaten erpressen und in Schwierigkeiten bringen könne allein durch seine Größe.
Zudem müssten Bonuszahlungen begrenzt und dafür einheitliche Regeln erreicht werden. Merkel warb erneut für eine neue Wirtschaftsordnung und die von ihr ins Gespräch gebrachte Charta für nachhaltiges Wirtschaften.
dpa

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