Paris - Der wegen früherer Sextourismus-Touren nach Asien unter Druck geratene französische Kulturminister Frédéric Mitterrand sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert.

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Der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand vor dem Fernseh-Interview, das er diese Woche gab.
Französische Medien berichteten am Wochenende, Mitterrand habe sich im März für zwei junge Vergewaltiger eingesetzt. In einem Brief an das Gericht schrieb der Neffe des früheren Staatspräsidenten François Mitterrand, die Angeklagten verfügten über ein solides familiäres Umfeld, das ihnen einen Neuanfang unter guten Bedingungen ermöglichen werde.
Mitterrand steht seit Tagen unter Beschuss. Anlass ist zum einen seine öffentliche Unterstützung für den wegen sexuellen Missbrauchs inhaftierten Star-Regisseur Roman Polanski. Zum anderen wird er wegen Schilderungen in seinem bereits 2005 erschienenen Buch La mauvaise vie (Das schlechte Leben) kritisiert. In ihm erzählt er von Homosexuellen-Bordellen in Südostasien. Daraufhin wurde ihm vorgeworfen, vermutlich auch mit Minderjährigen verkehrt zu haben.
Am Donnerstag hatte der bekennende Schwule öffentlich eingeräumt, in Asien für “Beziehungen mit Jungs“ bezahlt zu haben. Dies sei ein Fehler, aber kein Verbrechen gewesen, sagte er in einem Fernsehinterview. Mit Pädophilie habe er nie etwas zu tun gehabt. Forderungen nach einem Rücktritt wies Mitterrand zurück. Präsident Nicolas Sarkozy habe ihm das Vertrauen ausgesprochen, sagte der Kulturminister. Anhänger der extremen Rechten forderten auch am Samstag wieder lautstark den Rücktritt Mitterrands.
dpa
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