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Nach Streit um Hohlmeier-Kandidatur Parteiaustritte in Oberfranken

Nach Streit um Hohlmeier-Kandidatur Parteiaustritte in Oberfranken

Hof/Saale - Die geplante Kandidatur der Strauß-Tochter Monika Hohlmeier (CSU) für das Europaparlament hat bei der Oberfranken-CSU zu ersten Mitgliederverlusten geführt.

CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg und die ehemalige CSU-Kultusministerin Monika Hohlmeier bei der Pressekonferenz in Himmelkron (16.12.2008).

© dpa

CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg und die ehemalige CSU-Kultusministerin Monika Hohlmeier bei der Pressekonferenz in Himmelkron (16.12.2008).

Es gebe bereits erste Austritte, räumte CSU-Bezirksgeschäftsführer Reinhold Rott am Donnerstag in Hof ein. "Das ist aber nicht die Masse", fügte er hinzu.

Die Stimmung an der Parteibasis nach Hohlmeiers Nominierung beschrieb er als zweigeteilt: "Es gibt konstruktiv-kritische Bewertungen, aber auch kritische Stimmen", berichtete Rott. "Es gibt schon den einen oder anderen, der sagt: So nicht!". Der frühere Kronacher CSU-Kreisvorsitzende Joachim Doppel forderte für die Besetzung wichtiger politischer Positionen eine Mitgliederbefragung.

Im aktuellen Fall sei eine solche Mitgliederbefragung aber wohl nicht mehr möglich, betonte Bezirksgeschäftsführer Rott. Dies lasse der Zeitplan für die Kandidaten-Aufstellung nicht zu. Die CSU will die Bewerber für das EU-Parlament bei einer Landesdelegiertenversammlung am 17. Januar bestimmen.

Parteichef Horst Seehofer hatte mit Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg die Kandidatur der Ex-Kultusministerin Hohlmeier in einer Überraschungsaktion ausgehandelt. Weil die oberfränkische CSU-Basis nicht informiert war, werfen empörte Parteimitglieder ihrem neuen Chef einen Verstoß gegen den versprochenen Dialog vor.

dpa

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