München - Löst Ex-CSU-Rebellin Gabriele Pauli (53) wieder ein Erdbeben in ihrer früheren Partei aus? In einem Interview spricht sie über uneheliche Kinder von CSU-Politikern.

© dpa
Die Ex-CSU-Rebellin Gabriele Pauli sitzt als fraktionslose Abgeordnete im Bayerischen Landtag.
Die frühere Fürther Landrätin brachte vor über vier Jahren mit Bespitzelungs-Vorwürfen den Sturz des ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber ins Rollen. Nun spricht Pauli in einem Interview mit der Illustrierten "Bunte" wieder über unfeine Vorgänge in der Politik.
Hinter dem dem Abgang des CSU-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (39) vermutet die Landtagsabgeordnete ein Komplott. „Sein Niedergang war beabsichtigt, weil er der Kanzlerin zu stark wurde“, sagt sie. „Er hat Fehler gemacht, aber dass man ihn jetzt so niedertrampelt und ihn in den Schmutz zieht, da ist viel politisches Kalkül dahinter.“ Bei anderen Politikern gehe man dagegen über ganz andere Geschichten hinweg.
Allerdings hätten nicht nur christsoziale Politiker Nachwuchs außerhalb ihrer Ehe gezeugt, behauptet sie . "Auch bei Politikern anderer Parteien und bei Berliner Abgeordneten wird manches unter der Decke gehalten."
Und was wäre der Grund für solche Vertuschungen? Pauli meint: Unter Männern gebe es so etwa wie gegenseitige Verschwiegenheit. "Bei Seehofer wurde das Tabu gebrochen - als politischer Schachzug, um ihn konform zu machen."
fro
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