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Bayerischer Rundfunk: Umfrage-Ergebnis für CSU unter 40 Prozent

CSU: Umfrage-Ergebnis unter 40 Prozent

113.01.10|Politik|Politik|4
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Artikel: CSU: Umfrage-Ergebnis unter 40 Prozent

Wildbad Kreuth - Die CSU bereitet sich auf einen neuen Tiefschlag vor. Beim Bayerischen Rundfunk lagert eine brisante Umfrage. Der Sender hatte die Bayern gefragt, wem sie momentan ihre Stimme geben würden.

© dpa

Unangenehme Fragen: Horst Seehofer vor Beginn der Klausur der Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth.

Dabei machen sich die CSU-Granden kaum Hoffnung auf ein erfreuliches Ergebnis. Im Gegenteil: Erstmals soll die Zustimmung für die CSU unter die psychologisch so wichtige 40-Prozentmarke abrutschen.

CSU-Fraktionschef Georg Schmid stimmt die Fraktion schon mal auf ein Debakel ein. „Umfragen sind immer Momentaufnahmen, die sich wieder verändern“, kalkuliert Schmid mit einem schwachen CSU-Wert. Schließlich kenne er die Stimmung „draußen im Lande“. Seine Schlussfolgerung: „Wir müssen noch näher bei den Menschen sein.“ Die CSU dürfe sich aber durch eine Umfrage nicht verrückt machen lassen.

Eine Debatte über seine Person weist Schmid weit von sich. „Die Menschen erwarten von uns, dass wir voraus schauen, für eine Personaldiskussion haben sie kein Verständnis“, glaubt Schmid. Das sieht Parteichef Horst Seehofer genauso. Man dürfe „nicht ständig über sich selber reden und sich selber anklagen“, mahnt der CSU-Chef. „Wenig reden, viel arbeiten – das ist die Losung für 2010“, so Seehofer.

Ungebetenen Besuch erhielt die CSU von der SPD. Die Genossen hatten sich an der Einfahrt zum Parkplatz in Kreuth postiert und erinnerten an die 3,75 Milliarden Euro, die die Landesbank beim Kauf der maroden Hypo Group Alpe Adria versenkt hatte. Die SPD forderte den Rücktritt Schmids. Der CSU-Fraktionschef saß im Verwaltungsrat der BayernLB und nickte den HGAA-Deal ab. Diese Forderungen nimmt Seehofer allerdings nicht ernst. Der CSU-Chef tut sie als „Klamauk“ und „Kasperltheater“ ab. Er verstehe sich gut mit Schmid. Auch Markus Söder. der ein Auge auf Schmids Amt geworfen hatte, gibt sich bescheiden: „Wir führen hier keine Personaldiskussion.“

Der Unwille, über die Hintergründe des BayernLB-Desasters zu reden, scheint ebenfalls groß zu sein. Die Fraktion wählte Thomas Kreuzer zum Chef des BayernLB-Untersuchungsausschusses. Der gilt als harmlos. Gegen Kreuzer war Ernst Weidenbusch angetreten, der angekündigt hatte, die BayernLB-Affäre ohne Rücksicht auf Namen und Posten aufzuklären. Das war scheinbar nicht im Interesse der Fraktion.

tz

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