030.07.10|Politik|Politik|8
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Landshut - In der Debatte um längere Atom-Laufzeiten gibt es in der CSU kommunale Abweichler. CSU-Chef Seehofer sprach sich derweil gegen eine vorzeitige Festlegung auf den Umfang der geplanten Laufzeitverlängerung aus.
Ausgerechnet auf Betreiben der CSU-Fraktion verabschiedete der Landshuter Stadtrat am Freitag eine Resolution gegen einen Weiterbetrieb des umstrittenen Atommeilers Isar 1. Die örtlichen Christsozialen hatten den Antrag zu dem benachbarten Kernkraftwerk gestellt, obwohl ihre Partei die rot-grünen Atomausstiegspläne kippen und die Kraftwerke länger laufen lassen will. Isar 1 müsste nach der bisherigen Vereinbarung Mitte 2011 vom Netz genommen werden. Der 31 Jahre alte Reaktor in Essenbach ist seit langem umstritten, unter anderem weil er nach Ansicht der Kritiker nur unzureichend gegen Flugzeugabstürze geschützt ist.
CSU-Chef Horst Seehofer sprach sich derweil gegen eine vorzeitige Festlegung auf den Umfang der geplanten Laufzeitverlängerung aus. “Deshalb wollen wir auch nicht mit konkreten Jahreszahlen in die Verhandlungen der Koalition gehen“, sagte Seehofer der “Frankfurter Rundschau“ (Samstag). “Der Maßstab, ob und wie lange ein Kernkraftwerk läuft, muss doch zuallererst die Sicherheit sein. Wir können doch keine Jahreszahl ohne Rückkoppelung an Sicherheit vereinbaren.“ Entschieden lehnte der CSU-Chef eine finanzielle Belastung der Stromkonzerne über die geplante Brennelementesteuer hinaus ab.
dpa

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