New York - Der Protesthochburg Homs droht eine humanitäre Katastrophe. Lebensmittellieferungen erreichen die Stadt seit Tagen nicht mehr. UN-Sondergesandte wollen sich nun vor Kinder stellen.

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Die syrischen Regierungstruppen nehmen die Rebellenstadt Homs weiter unter Beschuss.
Homs ist umzingelt; Armeeposten kontrollieren alle Zugangsstraßen. Seit zehn Tagen konnten keine Lebensmittel mehr in die Stadt geliefert werden. Essen und Medikamente werden knapp; bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gehen auch die Heizölvorräte zur Neige. In ganz Homs gibt es nach Angaben von Aktivisten nur noch drei Ärzte, einer wurde durch Granatenbeschuss verletzt.
Nach sechstägigem Dauerbeschuss bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an. Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete unter Berufung auf Regimegegner, landesweit seien am Donnerstag mindestens 126 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden, allein 107 in Homs. Aktivisten baten um Hilfe vom Roten Kreuz und vom Roten Halbmond.
Die UN-Sondergesandte für Kinder in bewaffneten Konflikten hat Syrien zu einem sofortigen Ende der Angriffe auf Kinder aufgerufen. Dem seit Monaten anhaltenden Blutvergießen seien bereits Hunderte Kinder zum Opfer gefallen, sagte Radhika Coomaraswamy am Donnerstag. Erschütternd sei die Lage vor allem in Homs, das täglich derartige Gräueltaten sowie den Beschuss ziviler Einrichtungen melde. Ranghohe Vertreter der Vereinten Nationen hatten das Regime von Präsident Baschar al Assad zuvor wiederholt dazu gedrängt, sein blutiges Vorgehen gegen Zivilpersonen zu beenden.
Bei der Offensive syrischer Regierungstruppen sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Eine der Gruppen, die Örtlichen Koordinationskomitees, berichteten von bis zu 100 Toten, das Syrische Observatorium für Menschenrechte bezifferte die Zahl der Opfer mit 63.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
dapd
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