Berlin - Die Koalitionsspitzen haben am Sonntag verschiedene Varianten für Laufzeitverlängerungen und die Sicherheitsauflagen der 17 deutschen Atomkraftwerke durchgerechnet. Eine Übersicht:
Bei der Berechnung der Laufzeiten auf Basis der sogenannten Reststrommenge ging die Koalition von einer Faustformel aus: Werden die 7 älteren Kraftwerke zwei Jahre früher abgeschaltet als die im Schnitt festgelegte Laufzeit, erhöht sich die Laufzeitverlängerung für die 10 jüngeren Anlagen um ein zusätzliches Jahr.
Demnach würden bei einer durchschnittlichen Verlängerung um 12 Jahre und einer effektiven Laufzeit der älteren AKW von noch 8 Jahren die neuen Atommeiler effektiv 14 Jahre länger am Netz bleiben.
Bei einer durchschnittlichen Laufzeitverlängerung von 13 Jahren und einer Effektiv-Laufzeit der älteren AKW von 9 Jahren blieben die neuen Atommeiler dann effektiv noch 15,0 Jahre länger am Netz. Aus Sicht der Regierung ist eine solche Laufzeitverlängerung ohne Einbindung des Bundesrates noch vertretbar.
In der zweiten Gruppe die älteren, aber deutlich größeren AKW Biblis A und B, Unterweser und Krümmel - auch sie wurden von den Konzernen mit Fragezeichen in Sachen Wirtschaftlichkeit versehen.
In der dritten Gruppen die “jungen“ Meiler Grafenrheinfeld, Gundremmingen B und C, Philippsburg 2, Grohnde, Brokdorf, Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 - sie gelten als Perlen im Kraftwerkspark und würden besonders “profitieren“.
Hier wären sieben Atommeiler ohne einen solchen Schutz bei Inkrafttreten der Anforderungen unwirtschaftlich. Davon hätten drei AKW keine “harte Hülle“, vier eine “mittlere Betonhülle“.
dpa
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