München - Es wird eng für Isar 1: Nun befürworten auch Teile der Regierungskoalition in Bayern eine schnelle Abschaltung des alten Kernkraftwerks.
Die Landtags-FDP schlug vor, die erlaubte Reststrommenge auf das benachbarte Isar 2 umzuschichten. Dann könne Isar 1 „vorzeitig stillgelegt werden“, sagte der parlamentarische FDP-Geschäftsführer Tobias Thalhammer. In Isar 1 weiter zu investieren, sei „rückwärtsgewandt“.
Bisher forderten nur die Landtags-Opposition und CSU-Politiker aus der Region eine schnelle Stilllegung des ältesten bayerischen Atomkraftwerks. Thalhammers Ruf nach einem kurzfristigen Aus für den Meiler sorgt nun für Unmut in der Koalition. „Die Energiepolitik ist keine Lotterie, wo jeder irgendwas rauspickt, was ihm gerade gut passt“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CSU, Erwin Huber, unserer Zeitung. Isar 1 erfülle laut dem neuen Tüv-Gutachten „alle Sicherheitsauflagen und Vorgaben“. Der Grünen-Energieexperte Ludwig Hartmann hingegen spottete, die CSU sei „der letzte Mohikaner, der am Pannen-AKW Isar 1 festhält“.
cd/dpa



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