021.05.09|Politik|Politik|3
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Ankara - In Ankara hat die Fachtagung zu Auswanderung und Migration von Türken begonnen. Der zuständige Minister sagte, andere Kulturen bereicherten das Zusammenleben.

© ap
In Ankara findet eine Fachtagung zu Auswanderung und Migration von Türken statt.
Der türkische Minister für Auslandstürken, Faruk Celik, hat europäische Staaten aufgefordert, eine eigenständige Identität von Einwanderern anzuerkennen. Assimilierung sei eine Erniedrigung der Migranten, sagte Celik am Donnerstag in Ankara zum Auftakt einer internationalen Fachtagung zu Auswanderung und Migration von Türken. Allerdings sollten sich die Einwanderer integrieren und beispielsweise die deutsche Sprache so gut sprechen wie die Deutschen.
Zu der Tagung sind mehr als 400 Fachleute angereist, viele davon auch aus Deutschland. Unterschiede seien ein Reichtum, sagte Celik. Einwanderer hätten auch durch Kultur und Religion einen Beitrag geleistet, nicht nur durch ihre Arbeit. Sie fühlten sich nicht als Gäste dieser Staaten. Der Minister forderte die europäischen Einwanderungsländer auf, Benachteiligungen der Auslandstürken im Arbeitsleben und der Gesellschaft zu beenden.
Es gibt etwa fünf Millionen Auslandstürken, von denen rund vier Millionen in europäischen Staaten leben. Bis zu 2,7 Millionen Türken und Menschen türkischer Herkunft leben in Deutschland. Auf der von der türkischen Regierung organisierten Tagung soll bis Samstag über politische Rechte, Bildungssysteme, Religion, die Rechte von Frauen, Probleme in der Arbeitswelt und Fragen der Staatsbürgerschaft gesprochen werden. Auf der Tagung sollten Probleme benannt und nach Lösungen gesucht werden, sagte der Koordinator des Treffens, Murat Erdogan von der Hacettepe Universität Ankara. “Bisher haben zehn Redner zehn unterschiedliche Zahlen genannt“, sagte er mit Blick auf die oftmals unsichere Datenbasis. Ziel des Treffens sei auch, die Außenpolitik der Türkei auf dem Weg in die Europäische Union zu stärken.
dpa

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