Gera - Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zur Zwickauer Terrorzelle werden möglicherweise um einen weiteren Verdachtsfall erweitert. Im Fokus stehen sechs Neonazis.
Die Staatsanwaltschaft Gera will ein Verfahren an die Bundesanwaltschaft übergeben, in dem sechs Neonazis aus Thüringen die Beschaffung von Plastiksprengstoff zur Last gelegt wird, wie der “Tagesspiegel“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf den Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, Jens Wörmann, schreibt.
Der aus Jena stammende Verdächtige André K. soll Kontakte zu den Angehörigen der Zwickauer Terrorzelle gehabt haben. Gegen die Männer wird bereits seit 2010 ermittelt.
Allerdings sei die Zahl der Hinweise “nach wie vor relativ gering“, sagte der Sprecher weiter. Die mutmaßlichen NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe seien sehr konspirativ vorgegangen und wohl deshalb kaum aufgefallen.
Die Ermittler wollen jetzt die Aufenthaltsorte der drei mutmaßlichen Rechtsterroristen in den vergangenen Jahren rekonstruieren. In diesem Zeitraum soll die Gruppe mehr als fünfzig Mal Wohnmobile angemietet haben und in ganz Deutschland unterwegs gewesen sein.
dapd
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