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Köhler wirbt im Inland um Anerkennung für Soldaten in Afghanistan

Köhler setzt sich für die Truppe ein

422.05.10|Boulevard|Boulevard|
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Artikel: Köhler setzt sich für die Truppe ein

Berlin - Nach Rückkehr von seinem Truppenbesuch in Afghanistan hat Bundespräsident Horst Köhler im Inland um Anerkennung für den dortigen Einsatz der Bundeswehrsoldaten geworben.

© dpa

Bundespräsident Horst Köhler bei seinem überraschenden Truppenbesuch in Afghanistan.

In einem Interview des Deutschlandradios Kultur sagte Köhler am Samstag, nach seiner Einschätzung werde in Afghanistan “auch für unsere Sicherheit in Deutschland“ gekämpft. Den dort eingesetzten Bundeswehrsoldaten solle Respekt und Anerkennung gezollt werden “für das, was sie leisten, denn sie leisten wirklich Großartiges unter schwierigsten Bedingungen“, fügte der Bundespräsident hinzu.

Mehr Anerkennung für deutsche Soldaten

Das habe er mit seinem Besuch auch zum Ausdruck bringen wollen. Köhler war am Freitag auf der Rückkehr von seiner China-Reise überraschend zu einem Besuch im Feldlager Masar-i-Sharif bei den dort stationierten Bundeswehrtruppen eingetroffen. In dem Rundfunkinterview sagte er am Samstag: “Wir brauchen einen politischen Diskurs in der Gesellschaft, wie es kommt, dass Respekt und Anerkennung zum Teil doch zu vermissen sind, obwohl die Soldaten so eine gute Arbeit machen.“

Zugleich wies Köhler darauf hin, dass die Bundeswehr im Bündnis mit Alliierten auf der Basis eines Mandates der Vereinten Nationen in Afghanistan sei. Alles das heißt, wir haben Verantwortung.“ Dennoch sei es in Ordnung, wenn in Deutschland darüber immer wieder auch skeptisch diskutiert werde. “Meine Einschätzung ist aber, ...dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel... auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren“, fuhr Köhler fort.

Als Beispiel für diese Interessen nannte Köhler “freie Handelswege“, weil davon auch Arbeitsplätze und Einkommen abhingen. Der Bundespräsident räumte aber ein, dass mit weiteren Todesfällen deutscher Soldaten im Einsatz gerechnet werden müsse.

DAPD

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