128.04.09|Welt|Welt|
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Wiesbaden - Teilzeitarbeit bleibt eine Frauendomäne in Deutschland: 87 Prozent aller abhängig Beschäftigten, die 2008 pro Woche 20 Stunden oder weniger arbeiteten, waren Frauen.

© dpa
87 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten waren 2008 Frauen.
Dies teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai mit.
Mehr als die Hälfte der Teilzeitbeschäftigten arbeitete nach diesen Angaben aufgrund von familiären Verpflichtungen nicht Vollzeit. Allerdings ist der Anteil derjenigen, die mangels einer passenden Vollzeitstelle und damit notgedrungen weniger Stunden arbeiten, in den vergangenen zehn Jahren von 13 auf 23 Prozent deutlich gewachsen. In Ostdeutschland sind es mit 65 Prozent sogar deutlich mehr als die Hälfte, in Westdeutschland dagegen nur 17 Prozent. Rund jeder sechste (16 Prozent) aller abhängig Beschäftigten oder 4,9 Millionen Menschen in Deutschland arbeitete laut Bundesamt 2008 wöchentlich 20 Stunden oder weniger. 1998 waren es erst 3,5 Millionen Menschen gewesen. Der Anstieg in zehn Jahren betrug also 35 Prozent. Der Anteil an allen Beschäftigten stagniert laut Bundesamt seit 2006.
Teilzeittätigkeiten werden vor allem von Frauen im Alter von 35 bis 54 Jahren ausgeübt, wie die Statistiker erklärten. Auch weisen Teilzeitbeschäftigte ein etwas niedrigeres Bildungsniveau auf als die Gesamtheit der abhängig Beschäftigten. Dieser Unterschied ist möglicherweise auch dadurch bedingt, dass fast die Hälfte aller Teilzeitbeschäftigten geringfügig beschäftigt ist und diese Beschäftigungsform den höchsten Anteil an Personen ohne berufliche Bildungsabschlüsse aufweist, teilten die Experten mit.
AP

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