Washington - Viele Amerikaner schauen einmal mehr auf das Murmeltier “Punxsutawney Phil“. Wie immer gibt das Pelztier pünktlich am 2. Februar seine Wetterprognose ab.

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Glaubt man “Punxsutawney Phil“, müssen die Amerikaner noch sechs weitere Wochen zittern.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Murmeltier “Phil“ meint es dieses Jahr nicht gut: Der Schatten des kleinen Nagers in Punxsutawney (Bundesstaat Pennsylvania) wies am Donnerstag auf sechs Wochen mehr Winter hin. Denn wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen “Groundhog Day“ (Murmeltiertag), diente das Pelztier als Wetterfrosch. Nachdem “Phil“ im vergangenen Jahr ein baldiges Winterende prophezeit hatte, verkündete er jetzt, dass der Frühling noch eine Weile auf sich warten lassen wird.
Der “Groundhog Day“ geht zurück auf deutsche Siedler. Die Einwanderer glaubten, dass ein aus dem Winterschlaf erwachendes Murmeltier an Maria Lichtmess, exakt 40 Tage nach Weihnachten, das Wetter vorhersage. Sieht der Nager seinen Schatten, müssen sich die Menschen auf sechs Wochen mehr Winter einstellen. Sieht er ihn nicht, weil der Himmel bewölkt ist, dann liegt Frühling in der Luft.
Punxsutawney wappnet sich jedes Jahr für eine Invasion von Schaulustigen und Medienvertretern. Denn spätestens der Film “Und täglich grüßt das Murmeltier“ hat Phil zu einem Weltstar gemacht. Seit der Schauspieler Bill Murray 1993 im Kino ein und denselben Tag wieder und wieder durchmachen musste, pilgern Zehntausende Menschen in das freundliche Städtchen. Tierschützer finden das Ritual dagegen gar nicht gut. Sie bemängeln, dass das Pelztier rücksichtslos aus seinem Schlaf gerissen werde - und das nur, um Menschen zu unterhalten. Sie fordern ein Ende der Tradition.
Davon wollen die Murmeltierianer aber nichts wissen. Seit 126 Jahren schon, so sagen sie, prognostiziere ihr “Puxsutawney Phil“ das Wetter. Dabei verkündete er bislang nur 16 Mal baldigen Frühling. Etwas dürfte Phils Anhänger in diesem Jahr aber tröstlich stimmen: An weiten Teilen der Ostküste ist der Winter bisher ungewöhnlich mild. Während in Deutschland augenblicklich gebibbert werden muss, kletterte etwa am Mittwoch in New York die Quecksilbersäule auf 17 Grad.
dpa
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