Berlin - Die dritte Dimension des Fernsehens ist auf der IFA allgegenwärtig. Die Technik für die neue TV-Dimension ist für eine kleinen Aufpreis überall zu haben, woran es noch mangelt sind entsprechende Filme.

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Fernsehen in 3D: Auf der IFA bestimmen die neuen Geräte das Angebot.
Spätestens seit dem Milliarden-Erfolg des Hollywood- Streifens “Avatar“ ist die Branche der Unterhaltungselektronik sicher: 3D-Fernsehern für das eigene Zuhause werden die Verbraucher nicht widerstehen können. Doch den großen Elektronikherstellern steht noch viel Arbeit bevor, wenn die dritte Dimension wirklich das Fernsehen der Zukunft bestimmen soll.
Auf der IFA in Berlin gibt es keinen großen TV-Hersteller, der nicht auf die dritte Dimension setzt. Ob Samsung, Panasonic oder Philips - alle präsentieren ihre neuen Flaggschiffe unter dem Funkturm: Schöner, flacher, größer, in elegantem Design und mit noch einmal deutlich verbesserter Bildqualität. Die ist für 3D-Filme allerdings auch dringend notwendig.
Die 3D-Technik selbst ist dagegen vergleichsweise simpel. Für die räumliche Wiedergabe werden Bilder paarweise aufgenommen und versetzt ausgestrahlt - für jedes Auge eines. Vor allem die TV-Hersteller dürfte dies freuen. Sie könnten auf einfache Weise ihren Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten, sagte Frank Bolten, Deutschland-Chef von Sharp.
Bolten schätzt, dass die Technik für einen Aufpreis von rund 100 Euro in die Geräte zu integrieren ist. Die auf der IFA präsentierten 3D-Fernseher liegen zunächst aber im obersten Preissegment. Es sind die technologisch ausgefeiltesten Modelle der Hersteller, die eine qualitativ hochwertige 3D- Darstellung sicherstellen sollen. Künftig soll 3D allerdings in immer mehr Modelle auch aus dem mittleren Preissegment integriert werden.
Zum kommenden Weihnachtsgeschäft erwartet Toshiba nach Angaben von Lange, dass rund zehn Prozent der TV-Modelle 3D-fähig sein werden und dem Unternehmen 25 Prozent mehr Umsatz bescheren. Wie schnell sich 3D wirklich bei den Verbrauchern durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Noch sei es viel zu früh, ob und in welchem Umfang die dritte Dimension tatsächlich das Fernsehen beeinflussen wird, sagte Sony Chef Howard Stringer. “3D ist ein unwiderstehliches Angebot - wenn es eine Menge an Inhalten und die richtige Technologie gibt.“
Ein komplettes Ökosystem für 3D sei noch längst nicht vorhanden. Der Erfolg der Technologie werde davon abhängen, wie schnell Geräte in guter Qualität und genügend Inhalte verfügbar sein werden. Vor allem große Sportereignisse dürften sich für eine 3D-Darstellung besonders eignen. Für diejenigen, die die Zeit dafür haben, es sich anzuschauen, sei Golf in 3D eine eindrucksvolle Erfahrung, sagte Stringer. Zur IFA kündigte der Bezahlsender Sky Deutschland an, ab Oktober Teile seines Programms über einen “Eventkanal“ in 3D auszustrahlen.
dpa
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