023.12.09|Wirtschaft|Wirtschaft|9
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Berlin - Immer mehr Milchbauern sind durch den zeitweise extremen Milchpreisverfall in Existenznot geraten und haben nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes aufgegeben.
Ihre Zahl habe sich binnen eines Jahres um 3665 beziehungsweise 3,7 Prozent auf 95 776 im November verringert, berichtete der DBV am Mittwoch unter Hinweis auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Die Erträge der Milchviehbetriebe seien nach Verbandsberechnungen im Wirtschaftsjahr 2008/09 im Vorjahresvergleich um 45 Prozent auf 29 300 Euro gefallen. Der Bauernverband appellierte an die Regierung, die beschlossenen Strukturhilfen für die Milchbauern und andere Landwirte zügig und unkompliziert umzusetzen.
Bei Milchpreisen von teilweise unter 20 Cent je Kilogramm seien 2009 auch die letzten finanziellen Reserven aufgebraucht worden, so der Bauernverband. Allein seit Mai 2009 hätten 1700 Milchviehbetriebe ihre Produktion eingestellt. “Dieser Rückgang spiegelt zum einen die katastrophale Lage am Milchmarkt bis Mitte des Jahres 2009 wider“, so der Verband. Zum anderen zeige er den Strukturwandel in der Milchwirtschaft, der jedes Jahr etwa zwei bis vier Prozent betrage. Positiv wertete der DBV, dass die neue Bundesregierung für die kommenden zwei Jahre Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen durchgesetzt habe. An einigen Stellen müsse der dem Parlament zugeleitete Gesetzentwurf des “Milch-Sonderprogramms“ noch nachgebessert werden. Ein Teil der Hilfsmaßnahmen müsse Milcherzeuger und andere Landwirte noch in der ersten Jahreshälfte 2010 erreichen.
dpa
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