Berlin - Seit Tagen dürfen in Deutschland keine Flugzeuge starten und landen. Air-Berlin-Chef Hunold hat das Flugverbot kritisiert. Mögliche Gefahren seien nicht genau geprüft worden. Der DWD widerspricht.

© dpa
Flugzeug-Passagiere müssen weiterhin warten. Fluglinien kritisieren derwweil das Flugverbot.
Nach Informationen von “Bild am Sonntag“ ist ein Forschungsflugzeug des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) bislang nicht einsatzbereit gewesen, da die entsprechenden Messgeräte für Vulkanasche erst eingebaut werden müssen. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) kündigte an, am Montagabend ein Flugzeug mit Wissenschaftlern des Instituts für Atmosphärenphysik in Oberpfaffenhofen starten zu lassen.
Auch Messungen am Boden konnten bislang nicht flächendeckend stattfinden. Von den sechs Lasermessgeräten des deutschen Wetterdienstes ist zurzeit nur eins in München einsatzbereit, fünf andere Geräte, u. a. in Hamburg, Berlin und Essen, befinden sich zeitgleich in der Wartung.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) widerspricht den Vorwürfen der Fluglinien: Nach eigenen Angaben hat der DWD Vulkanasche in der Luft über Süddeutschland belegt. Messungen mit einem Lasergerät auf dem Hohenpeißenberg bei München haben Aschestaub in den Luftschichten zwischen 3000 und 7000 Metern nachgewiesen, sagte ein DWD-Meteorologe am Sonntag in Offenbach bei Frankfurt. Dies könne anhand deutlich gesunkener Messwerte für Ozon gezeigt werden, das mit Stoffen aus der Aschewolke reagiert habe. “Die Wolke ist da.“ Zuvor hatten mehrere Fluggesellschaften die Grundlage für die Luftraumsperrungen kritisiert, weil sie auf Computermodellen und nicht auf tatsächlichen Messungen basierten.
Sollte das Flugverbot aufgehoben werden, werde es laut Experten zwischen drei und sieben Tagen dauern, bis sich der Flugverkehr wieder normalisiert hat, schrieb das Blatt.
dpa



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.