030.08.10|Wirtschaft|Wirtschaft|
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Nürnberg - Die bayerische Metall- und Elektroindustrie erlebt derzeit einen Auftragsboom - für den Herbst rechnet ihr Verband deshalb mit einer Welle von Neueinstellungen.
Bayernweit entstünden nach den Sommerferien voraussichtlich rund 7000 neue Arbeitsplätze; allein in Mittelfranken seien es etwa 1500, berichteten die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber (Bayme/VBM) am Montag in Nürnberg. “Gerade bei den Beschäftigungsplänen zeigt sich, dass die Unternehmen vom Tempo der konjunkturellen Erholung überrascht sind“, sagte Wolfram Anders, Bayme/VBM-Vorsitzender der Region West-Mittelfranken und Bosch-Manager.
Die überraschend schnelle Erholung der Konjunktur hat nach Anders' Angaben bereits den krisenbedingten Abbau gemildert. Von den 56.000 im vergangenen Boom entstandenen Arbeitsplätze seien bayernweit lediglich 40 000 weggefallen. Ursprünglich war der Verband davon ausgegangen, dass alle 56 000 neuen Jobs der Krise zum Opfer fallen würden.
“Jetzt haben wir immer noch 16 000 mehr Arbeitsplätze als vor dem letzten Aufschwung“, berichtete Anders. Denn viele Unternehmen hätten auf ursprünglich geplante Stellenstreichungen verzichtet und stattdessen in der ersten Aufschwungphase zusätzliche Jobs geschaffen. Den Boom in der Metallindustrie führt Anders vor allem auf eine starke Exportnachfrage zurück. “Die Schwellenländer sind hungrig auf Mittel- und Oberklasse-Fahrzeuge“, berichtet Anders.
Elektronik- Unternehmen wiederum profitierten von dem iPhone-Boom und anderen elektronischen Innovationen. Auch für die zweite Jahreshälfte sei der Optimismus der Unternehmen ungebrochen: Von den knapp 300 mittelfränkischen Mitgliedern des Metallarbeitgeberverbandes rechneten 40 Prozent mit einer Verbesserung des Inlandsgeschäfts, fast zwei Drittel wollen die Produktion weiter hoch fahren. Dauerhaft werde das Tempo des Aufholprozesses aber nicht gehalten werden können, befürchtet Anders.
dpa/lby
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