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Risikolebensversicherung: Schutz für die Liebsten

Risikolebensversicherung: Schutz für die Liebsten

Die Risikolebensversicherung ist ein sinnvoller Weg, um Partner oder Kinder im Fall des eigenen Todes zu versorgen. Allerdings liegen die Beiträge für vergleichbare Leistungen weit auseinander.

Motorradfahrer haben es schwer, Fallschirmspringer und Anhänger anderer riskanter Sportarten auch. Sie bekommen zwar, wenn sie wollen, eine Lebensversicherungspolice, müssen aber bei den meisten Gesellschaften dafür dauerhaft einen kräftigen Aufschlag bezahlen. Da rechnen die Versicherer mit spitzem Stift – allerdings kommen sie beim gleichen Risiko zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Ein von der Zeitschrift „Finanztest“ (aktuelle Ausgabe April 2010) verglichener Modellkunde (34 Jahre alt, Nichtraucher) zahlt bei Huk24 im Jahr normalerweise 274 Euro Prämie im Jahr. Einen vergleichbaren Fallschirmspringer (ebenfalls Nichtraucher, 34 Jahre) kostet der gleiche Schutz 567 Euro jährlich. Bei anderen Gesellschaften kann der Unterschied auch bis zu 400 Euro jährlich ausmachen – oder auch gar nichts. So zahlt der Fallschirmspringer bei Ergo Direkt (früher: Karstadt-Quelle) keinen Risiko-Aufpreis, sondern exakt die gleichen 223 Euro Jahresprämie wie sein bodenständigerer Altersgenosse.

Das Risiko versichern

Ausgezahlt wird bei Risiko-Lebensversicherungen nur im Todesfall (nach einer vorher festgelegten Vertragslaufzeit, die meist beim 65. Lebensjahr endet). Das unterscheidet die Policen von den sogenannten kapitalbildenden Lebensversicherungen, bei denen die reine Versicherung mit einer Art Sparvertrag kombiniert wird. Der bei weitem größere Beitragsanteil fließt bei ihnen in den Sparvertrag. Solche kombinierten Produkte betrachten Verbraucherschützer in der Regel mit Argusaugen, die einfacher gestrickte Risikolebensversicherung halten sie dagegen meist für sinnvoll. Mit ihr bleibt eine Familie abgesichert, wenn der wichtigste Ernährer stirbt. Der Schutz ist vergleichsweise günstig.

Gesunde sparen

Wer auf seine Gesundheit achtet, lebt in der Regel länger. Das Risiko, dass die Lebensversicherung auszahlen muss, ist damit geringer. So ist ein Aufschlag nicht nur für gefährliche Freizeitvergnügungen nachvollziehbar. Auch Raucher zahlen mehr. Menschen mit labilem Gesundheitszustand müssen ebenfalls mit höheren Prämien rechnen.

Bereits Übergewicht oder hohe Blutfettwerte können dabei einen Zuschlag zur Prämie verursachen. Allerdings wird ein Gesundheitszeugnis bei den meisten Gesellschaften erst ab einer relativ hohen Versicherungssumme (oft 200 000 Euro, in einigen Fällen sogar erst ab 400 000 Euro) verlangt.

Später erhöhen

Die meisten Gesellschaften bieten Einsteigern eine spätere Aufstockung der Versicherungssumme ohne neuen Gesundheits-Check an. Auf diese Möglichkeit der Nachversicherung sollte man vor allem dann achten, wenn die Familie, die es abzusichern gilt, Zuwachs bekommt, oder wenn durch einen Immobilienerwerb auch die möglichen Belastungen der Hinterbliebenen steigen.

Die richtige Summe

Wie viel Geld braucht die Familie eigentlich, wenn der Ernährer stirbt? Das muss jeder für sich im Einzelfall feststellen. Bei einer Versicherungssumme von 150 000 Euro haben die Hinterbliebenen bei einer angenommenen Verzinsung von vier Prozent laut Finanztest 20 Jahre lang 900 Euro im Monat zusätzlich zur Verfügung.

Wechsel ist möglich

Mit dem Einstiegsalter des Versicherten steigen die Beiträge. Dennoch kann es angesichts der deutlichen Prämienunterschiede möglich sein, dass man nach Jahren noch ein Angebot zu deutlich günstigeren Konditionen findet. In diesem Fall kann man den bestehenden Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Ende des jeweiligen Zahlungsabschnitts (in der Regel das Versicherungsjahr) kündigen.

Schutz für zwei

Wollen Lebenspartner sich nur wechselseitig absichern, kommt auch eine verbundene Lebensversicherung in Frage. Die Versicherungssumme wird fällig, wenn der erste von beiden stirbt. Das kostet aber lediglich rund zehn Prozent weniger als zwei Einzelpolicen. Bei günstigen Anbietern kosten die Einzelpolicen sogar weniger als die verbundene Leben bei einem teuren.

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