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Stiftung Warentest: Welche Fitnessstudios wirklich fit sind

Test: Welche Studios wirklich fit sind

Ausgleich für den Alltag, mehr Ausdauer, eine straffere Figur: Immer mehr Menschen suchen all das in Fitness-Studios. Doch welches ist das richtige? Die Stiftung Warentest hat Fitness-Ketten untersucht – und gravierende Unterschiede gefunden.

Der Test

Elf Männer und Frauen zwischen 20 und 54 Jahren meldeten sich im Auftrag der Stiftung Warentest in insgesamt 24 Studios acht großer Fitness-Ketten an, unter anderem in München, Hamburg, Berlin und Köln. Die Studioneulinge suchten sportlichen Ausgleich für den Alltag, wollten Beweglichkeit und Kondition verbessern, Muskeln und Rücken stärken oder Übergewicht reduzieren.

Die Einführung

Die Fitness-Experten sollten, so die Erwartung, die Probanden mit einem geeigneten Trainingsplan unterstützen und sie in die Nutzung von Ausdauer- und Kraftgeräten einweisen. Richtig punkten konnte dabei nur das Meridian Spa, die Trainingseinführung dieser Kette, die allerdings nur in Berlin und Hamburg vertreten ist, wurde mit „sehr gut“ bewertet. Den Testern gefiel, dass die Trainingsziele ebenso festgehalten wurden wie Alter und der körperliche und gesundheitliche Zustand des Fitness-Neulings. Eine „gute“ Einführung gab es von Injoy und Health City. In den meisten anderen Studios war den Testern zufolge kaum erkennbar, warum welche Empfehlungen gegeben wurden. Eingangstests wie etwa Ausdauer- und Krafttests machten die wenigsten. Die Injoy-Studios hingegen ermittelten zum Teil sogar den Blutdruck.

Der Studio-Alltag

Das größte Problem aller Studios war die kontinuierliche Betreuung der Kunden im Trainingsalltag. Wenn im Studio kein Trainer verfügbar ist oder keine regelmäßigen Rundgänge durch den Kraft- oder Ausdauerbereich erfolgen, fühlen sich vor allem Studio-Neulinge allein gelassen. Im Bereich Trainingsbetreuung versagte die preisgünstigste Kette, McFit, komplett. Die Trainingsbetreuung war aber bei den ein Vielfaches teureren Ketten Holmes Place und Fitness First ebenso „mangelhaft“. Immerhin erwiesen sich einige Trainer als kompetent, wenn sie um Rat gefragt wurden, so etwa bei Kieser, Meridian Spa und bei Health City.

Die Geräte

Positiv fiel dagegen bei fast allen Studio-Ketten die Ausstattung mit zahlreichen und unterschiedlichen Ausdauer- und Kraftgeräten auf. Schautafeln an den Geräten zeigen den Bewegungsablauf der Übungen und welche Muskeln trainiert werden.

Die Preise

Große Unterschiede gab es bei den Preisen. So können Kunden von McFit schon für rund 17 Euro im Monat trainieren. Dabei lautet das einhellige Tester-Urteil: McFit wird nur denjenigen empfohlen, die sich mit Fitness gut auskennen und ihr Training ohne Trainer absolvieren können. Die teuersten Studios im Test verlangen dagegen um die 100 Euro. Sie bieten allerdings auch umfangreichere Leistungen, beispielsweise bis zu 150 Kurse pro Woche, große Wellnessbereiche oder Schwimmbecken. Ärgerlich: Bei mehr als der Hälfte der Studios gab es keine verbindlichen Preislisten. Teilweise entstand bei den Testern der Eindruck, Preise seien frei verhandelbar.

Die Verträge

In fast allen Verträgen sind unzumutbare oder unzulässige Klauseln enthalten. Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss am besten das Formular aushändigen, lesen Sie alles genau und achten Sie auf Folgendes.

-Klauseln, die das Mitbringen von Getränken verbieten, sind unzumutbar.

-Das Studio darf sich keine pauschalen und unzumutbaren Leistungsänderungen vorbehalten, zum Beispiel was die Öffnungszeiten oder die Verlegung der Trainingsräume betrifft.

-Das Studio darf eine Haftung für Verletzungen auch im Falle eines geringen Verschuldens nicht begrenzen oder ausschließen.

-Das Studio darf das außerordentliche Kündigungsrecht nicht zulasten der Kunden ausschließen. Gründe für eine vorzeitige Kündigung sind zum Beispiel Wohnortwechsel, Schwangerschaft oder eine dauerhafte Erkrankung (Attest).

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