München - Neue Hiobsbotschaft von der Bayerischen Landesbank: Das halbstaatliche Geldinstitut benötigt zu seiner Rettung eine Finanzspritze von zehn Milliarden Euro.

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Angeschlagener Löwe: Die BayernLB bereitet ihren Eigentümern - Freistaat und Sparkassen - Probleme.
Dies berichtet der Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Münchner Regierungskreise. Bisher war lediglich ein Kapitalbedarf von 6,4 Milliarden Euro bekannt. Die Staatsregierung sei mittlerweile offenbar entschlossen, die Rettungsaktion selbst zu schultern und die Mehrheit an der BayernLB zu übernehmen, berichtet das Blatt. Den Sparkassen bliebe eine Minderheitsbeteiligung. Geplant ist, das Geldhaus nach 2015 als Großbank mit internationalem Geschäft mit Sitz in München neu aufzustellen und zu privatisieren.
Unter Berufung auf Finanzmarktkreise berichtet das Blatt, dass der Fehlbetrag nur zum geringeren Teil aus neuen Wertverlusten aus Problemkrediten resultiere. Ein zusätzlicher Kapitalbedarf von rund zwei Milliarden habe sich allein dadurch ergeben, dass der Zugang der Banken zu frischem Geld schwieriger geworden sei und der Kapitalmarkt eine bessere Eigenkapitalversorgung der Geldhäuser verlange. Der dritte Grund für den erhöhten Kapitalbedarf der BayernLB sei, dass immer mehr Unternehmen, die Geld bei der Landesbank aufgenommen haben, ihre Gewinnerwartungen reduzieren müssten. Dies habe aber ein schlechteres Rating dieser Unternehmen zur Folge. Nach den Regeln von „Basel 2“ seien kreditgebende Banken damit gezwungen, diese Kredite mit mehr Eigenkapital zu untererlegen.
Angesichts dieser Probleme will die Bank-Spitze an diesem Freitag das Parlament offiziell über die aktuelle Situation informieren. Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU), BayernLB-Chef Michael Kemmer und Sparkassenpräsident Siegfried Naser wollten die neue BayernLB-Kontrollkommission des Landtags unterrichten, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Ernst Weidenbusch (CSU), am Donnerstag in der konstituierenden Sitzung in München.
mm



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