Vancouver - Sie bezeichnen sich als “Gladiatoren auf Skiern". Ganz so hart ist der Wettkampf auf der Piste bei den Skicrossern nicht, aber ihre olympische Premiere nichts für schwache Nerven.

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Skicross feiert olympische Premiere
Vier Skirennfahrer stoßen sich gleichzeitig am Start ab, rasen einen Kurs mit Sprüngen, Wellen und Kurven hinunter - und wer als erster im Ziel ist, hat gewonnen. “Der Kampf Mann gegen Mann oder die Sprünge sind einfach spektakulär. Und im Ziel weiß jeder Zuschauer Bescheid“, sagt Simon Stickl.
Mit dem ersten deutschen Sieg im Weltcup stieg der 22-Jährige vom SC Bad Wiessee Anfang Januar zu einer Medaillen-Hoffnung auf. “Es ist ganz gut gelaufen, aber man muss die Kirche im Dorf lassen“, meint er zurückhaltend. Denn jeder Skicross-Kurs ist anders, in jedem Rennen verbergen sich neue taktische Varianten.
Seit 2007 fahren die Skicrosser im Deutschen Skiverband (DSV), der sich das ambitionierte Ziel gesetzt hat, in Vancouver in die Medaillenränge vorzustoßen. Nach mageren Wintern, in denen aber auch eine WM-Medaille von Alexandra Grauvogl glückte, zeigte der Erfolg von Stickl, dass der Plan aufgehen könnte. Außer ihm erfüllten Anna Wörner, Heidi Zacher und Julia Manhard die nationalen Qualifikations- Anforderungen.
“Man muss schauen, wie Skicross bei Olympia angenommen wird“, sagt der deutsche Sportdirektor Wolfgang Maier. Bislang hatte sich die junge Disziplin mehr öffentliche Wahrnehmung versprochen als ihr bislang zu Teil wurde. Ähnlich wie beim Snowboard, dessen Akzeptanz ebenfalls sehr durchwachsen ist.
Als dritte Freestyle-Disziplin wurde Skicross olympisch. Während hier gleich mehrere DSV-Starter dabei sind, gibt es im von den Chinesen dominierten Sprung-Wettbewerb nicht einmal deutsche Weltcup- Teilnehmer. Und auf der Buckelpiste hatte Anfang Januar nur Gerhard Blöchl die halbe nationale Olympia-Norm erfüllt.
dpa
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