„Wer im Winter beim Rodeln unterwegs ist, braucht Winterstiefel mit einer guten Sohle“, sagt Markus Schindler, Schuh-Experte bei Bergzeit. „Wenn es auf Schnee und Eis zur Sache geht, kommt es auf ein grobes Profil an, das auch auf rutschigem Untergrund Grip bietet.“ Viele Schuhhersteller haben in den vergangenen Jahren ausgeklügelte Materialmischungen für ihre Wintersohlen entwickelt. Bei den IceGrip-Sohlen des bayerischen Traditionsherstellers Hanwag kommen zum Beispiel mikroskopisch kleine Glaspartikelchen zum Einsatz, die unter den Gummi gemischt werden. „Dieses Material ist an den relevanten Trittzonen in die Sohle eingearbeitet. Auf rutschigem Terrain krallt sie sich richtig fest und bietet sogar auf blankem Eis noch etwas Halt.“ Andere Systeme wie etwa die DCR-Sohlen von Keen, die zum Beispiel beim Revel zum Einsatz kommen, setzen auf temperaturempfindliche Gummikomponenten. „Der Dual Climat Rubber (DCR) härtet bei Kälte aus, so dass sich das Profil regelrecht in den Schnee beißt“.
Wer mit Schneeschuhen durch das Winterwunderland stapft, wird guten Halt ebenfalls zu Schätzen wissen. Geht es darum einen Hang zu traversieren, darf der Fuß nicht seitlich von der Sohle rutschen. Feste Winterstiefel wie der Fjäll von Hanwag spielen hier ihre Qualitäten aus. „Der Fjäll ist, mit Trekking-Qualitäten, IceGrip-Sohle, hohem Schaft und warmen Filzfutter, quasi der Archetyp eines Winterstiefels. Mit dem Fjäll Extreme GTX gibt es dann noch einen großen Bruder, der auch für herbe Wintertrekkings geeignet ist.“
Gerne überschätzt wird bei Winterstiefeln übrigens das Thema Wasserdichtigkeit: „Im Winter muss ein Schuh nicht zwingend Wasserdicht sein, sondern schneedicht. Wichtig ist, dass die Schuhe super atmungsaktiv sind, um ein angenehmes Trageklima zu ermöglichen. Echtes Leder ist daher ein tolles Material für gute Winterschuhe“, sagt der Schuhexperte. Die besten Winterstiefel der laufenden Saison gibt es hier.


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