Erhaben funkelt der 4049 Meter hohe Piz Bernina im Mondlicht. Wie ein Riese hebt sich der höchste Berg der Ostalpen vom tiefschwarzen Nachthimmel ab. Das Mondlicht und die Stille der Nacht sorgen vor dem fast 3000 Meter hohen Berghaus der Diavolezza für eine mystische Stimmung. Fünfmal im Jahr kann man diese auf der Grenze zwischen dem Engadin und dem italienisch angehauchten Val Poschiavo auf Ski erleben. Das beeindruckende Spektakel heißt „Glüna Plaina“.
„Skifahren ohne jegliches Kunstlicht bei Vollmond hat etwas Märchenhaftes“, schwärmt Bergführer Angelo Baggenstos und erzählt die Sage von der „schönen Teufelin“, nach der die Diavolezza benannt wurde: In einer Felsenburg soll sie gelebt haben und unzähligen Jägern und Bergsteigern zum Verhängnis geworden sein. Denn wenn das anmutige Teufelsweib zum Baden an den Bergsee ging, stiegen ihr die verzauberten Männer nach und kamen dabei um.
Gerade im Frühjahr ist der Kontrast faszinierend. Aus dem Ewigen Eis der Diavolezza kommend, taucht der Besucher nach der gut einstündigen Bahnfahrt in das fast schon mediterrane Städtchen Poschiavo ein. Hier sitzt er von schneebedeckten Gipfeln umgeben vor pastellfarbenen Patrizierhäusern mit großen Eisbechern im Straßencafé auf der Piazza. Abends ist die Spezialität Pizzocheri in einem der Gasthäuser ein Muss.
Bernhard Krieger, dpa
DIE REISE-INFOS ZU ST. MORITZ
ANREISE: Bequem und umweltschonend ist die Anreise mit der Bahn. Mit den City-Night-Line-Zügen erreicht man über Nacht Zürich, den letzten Abschnitt im Kanton Graubünden bedient die Rhätische Bahn. Mit dem Auto reist man aus Norden über Chur oder Landeck an.
REISEZEIT: Die Skisaison dauert von Ende November bis Anfang Mai. Die beste Reisezeit ist von Mitte Dezember bis Ende März.
INFOS: Engadin St. Moritz, Via San Gian 3, CH-7500 St. Moritz, Tel.: 0041/81/830 00 01 oder Schweiz Tourismus, Rossmarkt 23, 60311 Frankfurt, Tel.: 00800/10 02 00 30 (kostenlos).


© dpaAbfahren auf der Diavolezza bei St. Moritz.
© dpaUmzingelt von mächtigen Bergen: St. Moritz liegt in einem 57 Kilometer langen Hochtal auf der Südseite der Graubündner Alpen.
© dpaAufsteig auf den Piz Palü: Abseits des Society-Rummels ist St. Moritz für viele weiterhin eines der schönsten Skigebiete der Welt.














