Aying: Gemütliche Runde zum Auftakt der Radl-Saison

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    • 30.04.12
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Auf Julias Spuren

Wer von Aying spricht, denkt gleich ans Bier. Dabei hat die südöstlich von München gelegene Gemeinde viel mehr zu bieten. Dieses herrliche Fleckerl Erde...

© NEUMAYR

Ein Panorama zum Dahinschmelzen: Schon zu Beginn der Radltour kann man sich am Ortsrand von Aying dieses großartigen Gebirgsblickes erfreuen.

...finden nicht nur Radler wunderschön, sondern es hat einst auch die Römer begeistert. Bodenfunde zeugen von einer römischen Ansiedlung in Aying. Unsere heutige Radltour verläuft streckenweise auf ehemals römischem Territorium, nämlich über die Konsularstraße „Augusta Vindelicorum Iuvavum“, mehr bekannt unter der Bezeichnung „Via Julia“. Dass man auf dem richtigen Weg ist, wird klar, wenn sich hinter dem Bahnhof von Aying bei Föhn die Alpenkette vom Mangfallgebirge bis hinüber zu den Allgäuer Bergen zeigt. So abgelenkt, vergisst man fast, dass es bereits gut bergauf geht. Im ständigen Auf und Ab zwischen Moränenhügeln stärkt man die wintermüden Wadeln. Und für die würzige Waldluft rundherum dürfte wohl der über 27 Quadratkilometer reichende Hofoldinger Forst verantwortlich sein. Nun rollt man hinab nach Kaltenbrunn und wird sogleich von wehenden Pferdemähnen und einem herrlichen Gebirgsblick empfangen.

Ja, Pferde, Hügel und Gebirgsblick sind von nun an eine Konstante auf der Tour. Nach einer längeren Abfahrt kommt man ins schmale Reisenthal. Hinter tellerebenen Wiesen taucht ein Einödhof auf. Hier zieht ein steiniger Feldweg ins Naturschutzgebiet „Kupferbachtal bei Unterlaus“. Das romantische Flach- und Hangquellenmoor ist ein Relikt der letzten Eiszeit. Gebildet wurde es aus Schmelzwasser, das nicht in das noch mit Eis gefüllte Rosenheimer Becken abfließen konnte. Heute mäandert der Kupferbach durchs Tal mit mehreren stark kalkhaltigen Quellen. Seltene und stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten finden hier Lebensraum.

© Kompass-KarteAusschnitt aus: Kompass-Karte 181, Rosenheim. Lizenz: 17-0906-LVB.

An einer Blumenwiese beginnt dann der Weg hinauf nach Spielberg. Im Gut Spielberg gibt es neben Pferden auch noch das Angus-Rind, das mit seinem geschmackvollen Bio-Fleisch „wirbt“. Hernach in Kaps sind wieder Pferde, Hügel und Gebirgsblick gefragt. Gleich nach dem Dorfweiher biegt man in einen Feldweg und hoppelt über frisch grüne Wiesen dahin. Bald erreicht man Kleinhelfendorf. Das Dorf ist übersichtlich. Und so erschließen sich einem die wichtigen Dinge auf den ersten Blick: zwei Kirchen, der Maibaum und eine Wirtschaft. Die Marterkapelle am Ortsrand ist wie die Pfarrkirche dem hl. Bischof Emmeram aus Regensburg geweiht. Vom vergitterten Vorraum aus erblickt man den am Boden liegenden Emmeram, wie er im Jahre 652 von seinen Mördern gefoltert wird. Beinahe lebensgroße Holzplastiken stellen die Szene schaurig-eindrucksvoll dar. Vielleicht ist in der schönen barocken Pfarrkirche gerade eine Messe, so dass man das Gotteshaus von 1669 auch von innen sehen kann. Vor der Kirche fällt der fotogene Maibaum sofort ins Auge und dahinter befindet sich eine Wirtschaft. Ob man nun einkehrt oder nicht, zurück nach Aying bringen einen dann jedenfalls die Römer. Oder besser gesagt der Radlweg „Via Julia“.

Doris Neumayr

RADLTOUR BEI AYING

ANFAHRT – Auto: A 8 München – Salzburg, Ausfahrt Hofoldinger Forst. Links bis Aying. Nach den Bahngleisen rechts zum Parkplatz am Bahnhof. Bahn: S 7 Richtung Kreuzstraße bis Bahnhof Aying.

TOUR – Strecke: 20 km, Höhenmeter: 270 m, Fahrzeit: ca. 2,5 Stunden; Wege: ca. 6 km steinige Feld- und Forstwege, ca. 14 km schmale, verkehrsarme Teerstraßen; am besten mit Tourenrad oder Mountainbike. Verlauf: Vom Bahnhof (Straße „Am Bahnhof“) südwärts. Links dem „Schreinerweg“ folgen und entlang am Ortsrand. Rechts in „Peißer Straße“ und gleich links in „Kaltenbrunner Straße“. Der Ausschilderung bis Kaltenbrunn folgen. Dort geradeaus (Schild: Heimatshofen). In Heimatshofen ostwärts (Schild: Loibersdorf). Durch waldiges Tälchen nach Loibersdorf. Hier links bergab (Schild: Münster) an beschilderte Kreuzung. Jetzt rechts (Schild: „Frauenreuth“) bis zum Einödhof Reisenthal. Beim Holzkreuz rechts auf Feldweg (Schild: Spielberg). Am Kupferbach entlang über eine Brücke ins Naturschutzgebiet. Hinauf nach Spielberg. Hinter dem Gut Spielberg links und gleich wieder rechts auf Teersträßchen nach Kaps. Dort bei roter Wasserentnahmestelle rechts auf unbeschilderten Feldweg.

Über Wiesen parallel zur Landstraße M8 bis an ein Teersträßchen. Jetzt links und vorbei an den Weilern Ober-/Unterschops bis zur Landstraße. Nun rechts nach Kleinhelfendorf (2 Kirchen, Gasthof). Am Ortsende gegenüber der Marterkapelle rechts in Straße „Kleinhelfendorf“. Vor dem Haus Nr. 2 links auf Feldweg (Schild: Via Julia, Mangfall) bis an Kreuzung in Großhelfendorf. Geradeaus und auf der „Römerstraße“ vorbei am Kindergarten und Sportplatz. Dann rechts (Schild: Via Julia, Mangfall) auf Teersträßchen. An der nächsten Verzweigung rechts und gleich danach links (Schild: „Kaltenbrunn“). In Kaltenbrunn auf bekannter Route zurück nach Aying.

TIPPS – 1) Maibaum-Aufstellen Großhelfendorf. Beginn 9 Uhr (Ausweichtermin: 2. Mai).
2. Maiandacht Pfarrkirche St. Emmeram Kleinhelfendorf: Di., 1. Mai ab 19 Uhr.
3. BergTierPark Blindham (bei Kleinhelfendorf); Telefon: 08063 / 207638; www.bergtierpark.de

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