Wanderung zur Ruine Werdenfels

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    • 17.12.12
    • Spritztouren
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Sagenhafte Wanderung zur Ruine Werdenfels

Der Geist der „weißen Frau“

Weihnachten steht vor der Tür, noch immer fehlen einige Geschenke. Doch die Präsente haben noch Zeit, in den Bergen ist’s schöner!

© Neumayr

Da war’s noch sonnig und herbstlich mild: Weitblick an der Burgruine Werdenfels, aufgenommen Mitte November...

Schließlich wartet eine kleine Wanderung und ein sich anschließender entspannter Bummel über einen Christkindlmarkt auf die Ausflügler. Wo? In Garmisch-Partenkirchen, der Christkindlmarkt dort ist legendär! Doch bevor man sich vom Duft heißer Maroni und Lichterglanz verzaubern lässt, steht noch ein Ausflug zur Burgruine Werdenfels und zum Pflegersee auf dem Programm.

Am Anfang der Tour geht’s leicht bergab zum Schmölzersee, der sich verträumt hinter den Bäumen versteckt. Der Weg zieht am See entlang und entführt einen dann in ein Wäldchen. Während der Runde kreuzt man ein paar Mal den Burglehrpfad Werdenfels. Aus dessen Schautafel Nr. 7 erfährt man, dass unser Aufstiegsweg einst die befahrbare Verbindung der Burgherren zwischen Burg und Tal war. So wurde im Jahr 1620 ein Transport von 600 Litern Bier und 200 Litern Wein notiert. Die Schwaige Wang mit Gutshof sorgte vom Tal aus für das leibliche Wohl der Burgbewohner. Wenig später steht man vor der Werdenfelser Hütte. Gleich dahinter auf einer Anhöhe entdeckt man die Reste der Burgmauern. Die ehemals stolze Festung war dreigeteilt in zwei Vorburgen, eine etwas höher liegende Kernburg, einen Burggraben und einen eindrucksvollen Turm.

Unklar ist, wann die Burg erbaut wurde. Ein Baubeginn wird sowohl 1219 als auch 1230 verzeichnet. Sicher ist, dass das Werdenfelser Land nach der Burg benannt wurde und dass sie Graf Berthold III. von Eschenlohe im Jahre 1294 an das Hochstift Freising abtrat. Fortan war das Kastell mit dem herrlichen Alpenpanorama Sitz der Gerichtsbarkeit mit Gefängnis. Richter und Pfleger waren die Burgherren und vollzogen, wenn nötig, auch die Todesstrafe. Nach teils kurzen Prozessen brachte man Diebe, Mörder und Wilderer hinter Schloss und Riegel. Wer weiß, wie viele Unschuldige in den kalten, modrigen Kerkern dahinsiechten?

Zwischen 1589 und 1592 wurden 50 Frauen und ein Mann der Hexerei beschuldigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Weil Anfang des 17. Jhs. die Burg baulich heruntergekommen war, verlegte man das neue Amtshaus ins Tal. Freilich spinnen sich auch Sagen um die alte Festung. So erzählt man sich von einem Schatz, der bis heute nicht gefunden ist. Und es wird auch von der „Weißen Frau“ berichtet, die Wanderer im Dunkeln erschreckt haben soll. Falls es nun vielleicht bald dämmrig wird, wäre es an der Zeit, auf dem gleichen Weg wieder zurückzugehen. Ist man aber früh genug dran, könnte man noch die ganze Runde in Angriff nehmen.

Ein kleiner Aufstieg bis zum Pflegersee mit dem dortigen Gasthof ist aber noch zu bewältigen. Der See liegt anmutig am Fuße des mächtigen Kramer Bergstocks und sicherte einst über Holzrohre die Wasserversorgung von Burg Werdenfels. Immer die formschöne Alpspitze im Blick, lässt man im gemütlichen Abstieg die Wanderung ausklingen. Und wenn jetzt im Tal die ersten Lichter angehen, ist es die richtige Zeit, um den Christkindlmarkt anzusteuern.

Doris Neumayr

ADVENTSTOUR GARMISCH-PARTENKIRCHEN

ANFAHRT – Auto: A 95 München – GAP bis Autobahnende. B 2 Richtung GAP. Auf B 23 Richtung Fernpass / Garmisch. Nach dem Ortseingang beim Hotel Sonnenbichl rechts „Thomas-Knorr-Straße“ (Schild: Pflegersee). Dann rechts der „Pflegerseestraße“ 500 m aufwärts folgen. Rechts zum Parkplatz vor einer gesperrten Forststraße. Bahn: Regelmäßige Verbindung nach GAP. Weiter mit den Ortsbussen Linie 3, 4 oder 5 bis „Haltestelle Hörmannstraße“. Die Straße entlang, rechts in die „Pflegerseestraße“.

TOUR – Rundtour: Insgesamt 4,6 km, 180 Höhenmeter, Gehzeit ca. 2 Stunden; Leichte Tour, breite Wege, gut ausgeschildert, wird ganzjährig begangen, gutes Schuhwerk erforderlich, kurz nach Schneefall nicht empfehlenswert (der Pflegersee ist im Winter früh im Schatten). Verlauf: Vom Parkplatz (Ww. „Schmölzersee, Ruine Werdenfels“) auf der Forststraße geradeaus leicht bergab zum Schmölzersee. Am Ende des Sees geht’s nach links (Ww. „Ruine Werdenfels“) am Seeufer entlang. Ein kunstvoller Holzwegweiser zeigt nach rechts, man kommt an eine Forststraße im Wald. Laut Ww. ginge es jetzt in beiden Richtungen zur Ruine, man hält sich aber rechts und folgt dem Wanderweg kurz bergab.

Man stößt auf Tafel 7 des Burglehrpfades und zieht links bergauf. Kurz vor der Werdenfelser Hütte trifft man auf eine Gabelung mit Schilderbaum. Hier geht’s rechts zur Hütte und gleich nebenan zur Burgruine Werdenfels mit Tafel 6 des Burglehrpfades. Später geht man zurück an die letzte Gabelung und folgt nun dem Ww. „Kramerplateauweg, Pflegersee“. Der Weg zieht im Wald leicht bergauf, man passiert Tafel 5 des Burglehrpfades und erreicht eine Verzweigung. Dort wandert man nach links und gleich danach rechts aufwärts (Ww. „Pflegersee“). Man kommt an die Pflegersee-Fahrstraße. Ein parallel zur Fahrstraße verlaufender Fußweg führt bergan zum Pflegersee mit Tafel 1 des Burglehrpfades und zur Gaststätte. Der Abstieg führt wieder über den Fußweg. Die letzten 5 Min. zum Parkplatz geht man am Rande der Fahrstraße oder man folgt einem beschilderten Abzweig, der nochmals um den Schmölzersee herumführt.

BURGLEHRPFAD – Start: Parkplatz Pflegersee, 15 Schautafeln, Länge 3,5 km, Dauer ca. 1 Std.

CHRISTKINDLMARKT – Garmischer Fußgängerzone, Richard-Strauss-Platz, vom 1. bis 24. Dez., täglich 11 bis 20 Uhr, (24. Dez. 11 bis 13 Uhr), alpenländische Musik, Stände mit Kunsthandwerk, Spezialitäten der Region.

KARTE – Kompass-Karte 5, Wettersteingebirge.

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