Kletterschuhe – worauf Einsteiger achten sollten

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    • 06.07.12
    • Wandern & Trekking
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Kletterschuhe – worauf Einsteiger achten sollten

Klettern liegt voll im Trend. Immer mehr Sportler haben Spaß am Klettern, das gilt vor allem für das Klettern in der Halle, wo heute meist die ersten Schritte in der Vertikalen gewagt werden.

© Lars Schneider

Sind dann die ersten Erfahrungen in der Halle gemacht, trauen sich viele Kletterer nach draußen an den Fels. Und damit das Klettern vom ersten Tag an ein Erfolg wird und Spaß macht, ist die Wahl der richtigen Kletterschuhe im online Shop oder im Laden vor Ort von großer Bedeutung.

© Lars Schneider

Was unterscheidet also Kletterschuhe von normalen Bergschuhen? Zunächst einmal sind Kletterschuhe ganz ähnlich wie normale Schuhe aufgebaut. Sie haben einen Schaft aus Leder oder Kunststoffmaterial und eine Sohle aus Gummi die hervorragenden Halt bietet. Die Gummisohle des Schuhs ist auch von einem Rand aus Gummi umgeben, um den Fuß und auch den Schuh beim Klettern zu schützen. Im Gegensatz zu normalen Schuhen ist die Sohle von Kletterschuhen aber profillos und aus einer speziellen Gummimischung, die gut auf Reibung haftet. Und sie ist äußerst dünn, damit der Fuß beim Klettern am Fels möglichst viel Gefühl für kleine Leisten und Löcher hat.

Schuhformen und Schnürsysteme

Bei Kletterschuhen gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Formen. Der Kletteranfänger greift am besten zu einem Schuh, der sich an der normalen Fußform orientiert. Der Schuh verändert die ursprüngliche Form des Fußes kaum. Ein Vertreter dieses Typs ist das Kletterschuhmodell Mythos der italienischen Marke La Sportiva, der sich schon zu einem Klassiker entwickelt hat. Im Gegensatz dazu gibt es asymmetrische Kletterschuhe. Diese werden eher im Leistungsbereich verwendet. Sie haben eine starke Vorspannung und erlauben damit ein Antreten an kleinsten Leisten und Löchern. Der La Sportiva Testarossa ist z.B. ein Schuh dieser Gattung mit hoher Asymmetrie für schwierigste Routen.

Auch die Gummimischung der Sohle ist von Bedeutung: asymmetrische Schuhe sind eher mit einer harten Gummimischung ausgestattet, da mit ihnen eher die kleinen Tritte geklettert werden. Wer Reibungsklettereien bevorzugt, kauft dagegen Kletterschuhe mit weicher Gummimischung, um auf Platten guten Halt zu finden.

© Lars Schneider

Kletterschuhe werden meist nur über einen kürzeren Zeitraum getragen, in der Kletterhalle nur beim Klettern der eigentlichen Route. Die Schuhe werden also an einem Klettertag oftmals an- und wieder ausgezogen. Es haben sich mehrere verschiedene Verschlusssysteme für Kletterschuhe etabliert, die Vor- und Nachteile haben. Das klassische Schnürsystem hat den Vorteil, dass der Kletterschuh gut an die Fußform angepasst werden kann und perfekt anliegt. Gerade in der Halle, wo oft nur kurze Routen geklettert werden, kann das mehrmalige aus- und anziehen dem Kletterer zu lange dauern. Schneller funktioniert der Wechsel dann schon mit Kletterschuhen mit Klettverschluss, der uns noch an die Kinderzeit erinnert. Der Schuh kann zwar damit nicht so exakt und passend verschlossen werden wie mit Schnürsystem, aber es geht schnell. Zuletzt gibt es noch sogenannte Slipper. Diese haben weder Schnürsystem noch Klettverschluss und lassen sich damit der Theorie nach noch schneller an- und wieder ausziehen. Die fehlende Fixierungsmöglichkeit sollte aber hier mit einer möglichst engen Passform ausgeglichen werden. Alle Kletterschuhe besitzen noch sogenannte Anziehschlaufen, die an der Ferse des Schuhs angebracht sind. Besonders bei den engen Slippern erkennt man schnell den Sinn dieser Einstiegserleichterung.

Ein guter Kletterschuhshop hat eine Vielzahl an verschiedenen Modellen zur Auswahl, u.a. der Marken Scarpa, Five Ten, La Sportiva und Boreal. Er nimmt sich bei der Beratung Zeit, geht im Idealfall auf den Einsatzzweck des Schuhs und damit auf Ihre persönlichen sportlichen Ziele ein.

Schuhgröße

© Lars Schneider

Anfänger müssen sich zunächst einmal an das etwas beengte Gefühl im Kletterschuh gewöhnen. Kletterschuhe werden meist ohne Socken getragen, auch sollen sie eng am Fuß anliegen um ein gutes Gefühl an der Wand zu haben. Es ist jedoch ein Mythos, das Kletterschuhe immer mehrere Nummern zu klein gekauft werden müssen. Kletterschuhe sollen eng anliegen und passen, dem Kletterer aber nicht ein schmerzverzerrtes Gesicht bescheren. Beim Anziehen sollte der gesamte Fuß einen gewissen Druck verspüren, schmerzt oder drückt der Schuh gleich an einer bestimmten Stelle, dann ist er für Ihren Fuß nicht geeignet. Probieren ist also angesagt!

Kletterschuhe für Kinder

Auch Kinder finden immer mehr Spaß am Klettern. Spezielle Kinderkletterschuhe sind der Begleiter auf den ersten Schritten in der Vertikalen. Das Modell Stickit Kids von La Sportiva deckt jeweils zwei Größen ab, damit nicht zu oft neue Schuhe für den Kletternachwuchs gekauft werden müssen.

Ist dann der richtige Kletterschuh gefunden steht dem Abenteuer Klettern nichts mehr im Wege – ob drinnen in der Halle oder draußen am Fels.

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