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Aiman Mazyek ist der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime.

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Muslime wollen eigene Feiertage in Deutschland

Berlin - Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich für die Einführung gesetzlicher islamischer Feiertage ausgesprochen. Ein SPD-Politiker hat dazu einen Kompromiss vorgeschlagen.

Der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek schlug je einen Tag im Fastenmonat Ramadan und in der Zeit des islamischen Opferfestes vor. Das wäre „ein wichtiges integrationspolitisches Zeichen“ und würde „die Toleranz in unserer Gesellschaft“ unterstreichen, sagte Mazyek in den Zeitungen der „WAZ“-Gruppe vom Donnerstag.

Es gehe nicht um arbeitsfreie Tage für alle Bürger, betonte er. Doch wären die Feiertage in der Arbeitswelt von Vorteil. So könnten zum Beispiel bei der Polizei muslimische Beamte für Kollegen einspringen, die an Ostern gerne freinähmen, sagte er.

Nordrhein-Westfalens Sozialminister Guntram Schneider (SPD) hält eine Ausweitung der gesetzlichen Feiertage hingegen für „wirtschaftlich nicht finanzierbar“. Eine sinnvolle Lösung könne aber eher so aussehen, „dass die Betriebe ihren nicht-christlichen Mitarbeitern an deren höchsten gesetzlichen Feiertagen Urlaubstage gewähren bzw. ausgleichsfrei geben, dort wo es Arbeitszeitkonten gibt“.

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dpa

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Kommentare

X.A.Antwort
(1)(0)

Wo kann ich beitreten?
Ihr tretet doch auch für die 40-Liter-Woche (Bier) und ein Tempolimit von 250 km/h auf deutschen Autobahnen ein, oder?

RamadamaAntwort
(0)(0)

aber nicht braun!

RamadamaAntwort
(1)(0)

ich überlasse mein Land doch nicht dem religiösen Fanatismus - auch nicht dem Christlichen. Wohin die durch religiöse Erzihung zementierte Obrigkeithörigkeit führen kann haben wir ja schon mal 12 Jahre erlebt. Nicht reflektieren, blind folgen - nein danke.