302.09.10|Bayern|Bayern|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Der Tegernsee liegt ein Stück südlich von München. Die Landschaft um Bad Wiessee und Wildbad Kreuth ist ein Genuß. Und zum Seeblick gibt's Schweinshaxe, Saibling und Bier.

© dpa
Abendstimmung überm Tegernsee
Essen und Trinken hat am Tegernsee Tradition: “Wer dort noch nicht eine Maß - oder mehr - getrunken hat, der hat noch nicht einmal die niederen Weihen als Kenner bairischer Lebensart empfangen“, schrieb der bayrische Dichter Eugen Roth über das “Herzogliche Bräustüberl“ in Tegernsee. Mit einem Benediktinerkloster fing im 8. Jahrhundert alles an. 1675 erhielten die Mönche das Braurecht. Wegen des süffigen Biers kommen die Gäste heute noch. Daneben locken Weißwurst, Schweinshaxe oder Bierbratl, aber auch Süßspeisen wie Apfelkücherl stehen auf der Karte.
Gleich zwei davon hat sich Christian Jürgens erkocht. “Sein Refugium liegt drüben in Rottach-Egern im Seehotel 'Überfahrt'“, sagt Weiß. Fährschiffer gaben der “Überfahrt“ ihren Namen, noch immer fährt Tag für Tag ein Ruderer zur Anlagestelle des Hotels. Gern verwendet Jürgens Fleisch vom Biobauern, Gemüse, das auf den Feldern ringsum wächst, und Forellen, die im Tegernsee gefischt oder fangfrisch von der “Herzoglichen Fischzucht“ in Kreuth bezogen werden.
Kreuth ist auch Ausgangspunkt vieler Wanderungen. Sie führen entlang der Weißach und zur Wolfsschlucht. Unterwegs bietet die Almwirtschaft Siebenhütten die Möglichkeit zur Rast. Schon am Vormittag duftet es aus der Holzhütte: “Ich habe gerade den Kuchen aus dem Backofen geholt. Der ist für die Kaffeegäste am Nachmittag bestimmt, doch probieren dürfen Sie jetzt schon ein kleines Stück“, sagt die Wirtin. “Und gehen Sie mal zum Max Hagn in die Enzianhütte“, rät sie. Die Blockhütte ist ein Geheimtipp. “Angefangen hat alles vor über 100 Jahren, als meine Urgroßmutter selbstgebrannten Schnaps ausschenkte“, erzählt Maximilian Hagn.
“Den Kaiserschmarren vom Ertl Georg kennt man in ganz Deutschland“, hat Sandra Weiß versichert. Serviert wird er in 900 Meter Höhe am Fuß des Hirschbergs, dem Hausberg von Kreuth. Doch im Almgasthof “Café Aibl“ schmeckt auch das Wild vorzüglich. Es ist immer frisch, schließlich kommt es aus der eigenen Jagd.
Detlef Berg, dpa

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Karte wird geladen...


