ADAC-Crashtest: Vier Kleinstwagen gegen die untere Mittelklasse

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL3NlcnZpY2UvYXV0by12ZXJrZWhyL2FkYWMtY3Jhc2h0ZXN0LXZpZXIta2xlaW5zdHdhZ2VuLWdlZ2VuLXVudGVyZS1taXR0ZWxrbGFzc2UtMjUwMTI5NS5odG1s2501295ADAC Crash-Test: So sicher sind Stadtflitzer0true
    • 13.09.12
    • Auto
    • Drucken
Unfall bei Tempo 50

ADAC Crash-Test: So sicher sind Stadtflitzer

    • recommendbutton_count100
    • 0

Der ADAC hat Kleinwagen einem neuen Crashtest unterzogen. Dabei krachten Stadtflitzer mit Tempo 50 in eine untere Mittelklasse. Das Ergebnis ist erschreckend.   

© ADAC

Car-to-Car-Crash kann schlimmer Folgen haben.

Um die Sicherheit von Autos zu testen, wird normalerweise nach EuroNAP ein Unfall mit einem gleichschweren Fahrzeug simuliert. In der Realität prallen allerdings verschieden schwere Autos mit unterschiedlicher Überdeckung aufeinander.

Der ADAC hat jetzt einen Smart Fortwo, den Fiat 500, den Renault Twingo sowie einen Kia Picanto, dem neuen sogenannten Kompatibilitäts-Crashtest unterzogen. Darin wird eine Kollision mit einem durchschnittlich schweren Unfallgegner der unteren Mittelklasse (rund 1.400 kg) mit einem Barrierewagen nachgestellt.

Beinverletzungen bei den Fahrern

Das Ergebnis: Lebensbedrohliche Verletzungen durch hohe Brustbelastungen beim Fahrer kann einzig der Smart verhindern – und das obwohl er das kleinste und leichteste Fahrzeug im Test ist. Gründe dafür sind unter anderem eine optimierte Knautschzone, die sogar Motor und Hinterachse mit nutzen kann sowie optimierte Rückhaltesysteme. Bei allen vier Fahrzeugen liegen die Insassenbelastungen allerdings deutlich höher, als beim Frontalaufprall nach Euro NCAP-Standard. Auf den Fußraum wirkende Kräfte verursachen bei allen getesteten Autos schwere Beinverletzungen bei den Fahrern. Alle vier getesteten Fahrzeuge erhalten nur eine „befriedigende Kompatibilität“.

Unfallsituation im Test

Der Test zeigt: Hersteller müssen die Konstruktion ihrer Autos optimieren. So sollten Pkw mit einem „Schutzschild“ ausgestattet werden, auch die Steifigkeit der Fahrzeugfronten müssen aneinander angepasst werden. Die Knautschzonen zweier Unfallgegner können dann optimal genutzt werden. Das Zusammenwirken verschiedener Autos, die bei einem Unfall aufeinandertreffen (Kompatibilität), kann mit der bisher angewandten EuroNCAP-Testmethode gegen eine feste Barriere nicht optimal gemessen werden. Denn: Nach EuroNAP wird ein Unfall mit einem gleichschweren Fahrzeug simuliert. In der Realität prallen allerdings verschieden schwere Pkw mit unterschiedlicher Überdeckung aufeinander.

Der ADAC untersucht schon seit vielen Jahren das Phänomen von Crashs bei geringer Überdeckung. Nun haben diesbezüglich auch US-Crashs die Verwundbarkeit von Autos offengelegt. Die dabei wirkenden Kräfte werden nämlich oft nicht in die dafür vorgesehenen Bauteile weiter geleitet. Die Knautschzone des „weicheren“ Autos ist bereits aufgebraucht, ehe das stabilere Auto anfängt, sich zu verformen. Die Knautschzone des größeren Autos bleibt ungenutzt.

Beim neuen ADAC Crashtest-Verfahren trifft das zu beurteilende Fahrzeug mit 50 Prozent Überdeckung auf einen gleich schnell entgegenkommenden Barrierewagen. Anhand der Verformungen des am Barrierewagen angebrachten Deformationselements lässt sich die Kompatibilität von Autos ermitteln. Für eine möglichst gute Beurteilung benötigt das Auto eine Art Schutzschild an der Fahrzeugfront. Es muss die gesamte Breite des Autos abdecken. Die Aufprallenergie kann so, auch bei Unfällen mit geringer Überdeckung, in der eigenen Knautschzone besser abgebaut werden.

ADAC

zurück zur Übersicht: Auto

Kommentare

Kommentar verfassen

Aktuelle Fotostrecken

40 Jahre Citroën CX

Citroën CX feiert 40 Jahre
weitere Fotostrecken:

Berichte im Fokus

Blitzerfoto von Jugendlichen auf einer Spritztour

Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt

Aachen - Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.Mehr...

Dieser Raser fährt 241 km/h auf der Landstraße

Eberbach - Bei einer Radar-Kontrolle der Heidelberger Polizei ist in dieser Woche ein 27-Jähriger im T-Shirt auf seiner Kawasaki mit 241 km/h geblitzt worden. Er hatte nur eine Hand am Lenker. Mehr...

Abschleppgebühr: BGH schiebt Riegel vor

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Abschleppdiensten in privatem Auftrag Grenzen für die Berechnung ihrer Forderungen an Falschparker gesetzt. So teuer darf es werden.Mehr...

http://autoanzeigen.merkur-online.de


Veröffentlichen Sie hier Ihre Online-Anzeigen beim Münchner Merkur / tz oder schalten Sie Ihre Zeitungsanzeige in Ihrer Heimatzeitung.

  • Meist gelesene Artikel
  • Meistkommentiert
  • Themen
Wer mit über 1,6 Promille auf dem Fahrrad aufgegriffen wird und nicht rechtzeitig ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) vorlegt, dem kann auch der Autoführerschein entzogen werden.

Betrunkene Radfahrer müssen zur MPU

Eine Radtour mit Alkohol im Blut kann böse enden. Wer angetrunken Fahrrad fährt und die Promille-Grenze überschreitet muss mit harten Strafen rechnen. Im schlimmsten Fall ist der Autoführerschein weg. Mehr...

Im April präsentierte VW auf der Auto China 2014 den Golf R 400 mit 300 PS.

Nächster VW Golf soll schon 2017 kommen

Volkswagen will laut der Zeitschrift „auto motor und sport“ (Ausgabe 18/2014) schon in drei Jahren die nächste Generation des Golf präsentieren, den VW Golf VIII.Mehr...

Dieser Raser fährt 241 km/h auf der Landstraße

Eberbach - Bei einer Radar-Kontrolle der Heidelberger Polizei ist in dieser Woche ein 27-Jähriger im T-Shirt auf seiner Kawasaki mit 241 km/h geblitzt worden. Er hatte nur eine Hand am Lenker. Mehr...

Standstreifen

Stau: Überholen auf dem Standstreifen ist tabu

Stillstand auf der Autobahn nervt gewaltig. Die Versuchung ist groß den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt zu nutzen. Die Abkürzung spart vielleicht Zeit, doch kann teuer werden. Mehr...

VW Polo

So fährt sich der neue VW Polo

Volkswagen hat dem Polo einen Facelift verpasst: Schönere Optik, bessere Technik und weniger Verbrauch. Nur am Preis ändert sich nichts. Sehen Sie im Test-Video, wie sich der smarte Kleinwagen auf der Straße schlägt.Mehr...

Aktuelle Fotostrecken

75 Jahre Sichtbarkeit im Straßenverkehr

Das retroreflektierende Verkehrsschild feiert Jubiläum.
weitere Fotostrecken:

Motorrad

Leisstyle statt Lifestyle: Mit dem unu ist man rein elektronisch in der Stadt unterwegs.

Leise durch die Stadt

Verstopfte Straßen, viel zu wenig Parkplätze, teurer Sprit, chronisch unpünktlicher Nahverkehr – wer in der Stadt vorankommen will, muss leidensfähig sein. Oder aufs Zweirad umsteigen.Mehr...

Leisstyle statt Lifestyle: Mit dem unu ist man rein elektronisch in der Stadt unterwegs.

Leise durch die Stadt

Verstopfte Straßen, viel zu wenig Parkplätze, teurer Sprit, chronisch unpünktlicher Nahverkehr – wer in der Stadt vorankommen will, muss leidensfähig sein. Oder aufs Zweirad umsteigen.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.