Roboter übernehmen das Parken

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    • 24.01.13
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Neues System bereits getestet

Jetzt übernehmen Roboter das Einparken

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Bernau - Keine nervige Parkplatzsuche mehr, kein Ärger mit zu engen Parklücken. Ein Roboter übernimmt das Parken. Serva Transport Systems, ein Start-Up-Unternehmen aus Bernau am Chiemsee, hat das System entwickelt – und am Flughafen Düsseldorf erfolgreich getestet.

© Serva Transport Systems

Erste Reihe oder ganz hinten: Der Parkroboter bestimmt den geeigneten Platz für jedes Auto – je nach Größe und Abholzeit.

Die Fahrt endet direkt am Terminal – aussteigen, Gepäck aus dem Kofferraum holen, einchecken und abheben. Ein Knopfdruck und ein Roboter greift sich das Auto und stellt es im Parkhaus ab. Am Ende der Reise reicht ein Klick und pünktlich steht das Fahrzeug vor dem Flughafen-Terminal. Kein Ärger mit zu kleinen Parklücken, defekter Beleuchtung in der Tiefgarage und Falschparkern, die zwei Plätze gleichzeitig besetzen – ganz zu schwiegen von der Zeitersparnis.

Eine Vision, die dank eines kleinen Unternehmens aus Bernau am Chiemsee (Kreis Rosenheim) bald Realität sein könnte – nicht nur an Flughäfen, auch in engen City-Parkhäusern, in der Tiefgarage am Arbeitsplatz, bei Autovermietungen, in der Logistik und Automobilbranche. „Es gibt keine Parkplätze mehr, sondern nur noch Flächen“, sagt Rupert Koch, Geschäftsführer bei Serva Transport Systems. Der Ingenieur plant eine „Revolution des Parkens“.

Über Touchscreen aktiviert der Kunde den Parkvorgang. Buchungen sind vorher per Internet möglich. Über eine Smartphone-App kann die Abholung aktiviert werden. Der Parkroboter selbst wirkt wie eine riesige Zange auf Rädern. Sensoren messen jedes Fahrzeug aus, bevor es abtransportiert wird. Ob Smart oder Q7 – die Arme des Roboters stellen sich auf die Größe jedes Autos ein, bis zu einer Länge von 5,30 Metern und einer Breite von 2,20 Meter. Ist das Auto vermessen, fahren die Arme aus und heben die Räder an. Über W-Lan navigiert ein Computer den Roboter.

So viel zur Theorie. In Düsseldorf wurden die Parkroboter aus Bernau im vergangenen Herbst getestet. Drei Monate lang kurvten die Maschinen am Flughafen Düsseldorf durch die Parkanlagen. „Der Testbetrieb wurde erfolgreich abgeschlossen“, sagt Koch.

Was vor drei Jahren als Wagnis begann, scheint sich auszuzahlen. Gemeinsam mit zwei Freunden, Leopold Meirer und Cary Bellaflor, hat Koch 2010 Serva Transport Systems gegründet: Zwei Ingenieure und ein Architekt, die das Parken revolutionieren wollten. Meier und Bellaflor kamen aus dem Parkraum-Management – Koch aus der Logistik-Branche. Alle drei kündigten im Sommer 2010 ihre Jobs. „Viele haben uns damals für verrückt erklärt“, sagt Koch lachend. „Aber es hat sich gelohnt.“

Ein Jahr lang arbeiteten Koch, Meier und Bellaflor an ihrem Konzept und fanden einen Investor – ein weiteres Jahr dauerte es, einen Prototypen zu entwickeln. Momentan arbeiten sie an der zweiten Generation. In ihrer Werkstatt in Bernau werden die Roboter montiert und getestet.

„Mit unserem Parksystem können bis zu 60 Prozent mehr Fahrzeuge auf der gleichen Fläche abgestellt werden“, schwärmt Koch. Klingt lukrativ – bedenkt man, dass Parkplatzgebühren jährlich Millionenbeträge einbringen. Die Fahrzeuge werden in drei Reihen nebeneinander geparkt. Ganz vorne oder in der letzten Reihe: Der Computer bestimmt, wo und wann welches Auto abgestellt und umgeparkt wird – je nach Fahrzeuglänge und voraussichtlicher Abholzeit. Weitere Vorteile: „Das Parkhaus muss nicht mehr schön sein, nur die Übergabestation“, sagt Guido Decker. Er ist kaufmännischer Geschäftsführer bei Serva Transport Systems. „Übergabestation und Parkplatz können außerdem weit auseinander liegen.“

Auch für die Automobilindustrie könnte das System interessant sein. Sie könnte doppelt profitieren: Parkroboter könnten die Kapazitäten der riesigen Lagerplätze ausschöpfen und gleichzeitig die Fahrer ersetzen, die bisher Autos vom Band zum Parkplatz bringen.

Ganz günstig ist das Parksystem allerdings nicht. Der Preis der Roboter richtet sich nicht nach der Stückzahl, sondern nach der Anzahl der Parkplätze, die betreut werden sollen – laut Decker 5000 bis 10 000 Euro pro Parkplatz.

Von Manuela Dollinger

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Kommentare

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Missoni26.01.2013, 14:38
(1)(0)

Aber selbst in einen Automobilwerk mach so ein Teil keinen Sinn. Was glaubt ihr wie viele Teile BMW oder Audi braucht, damit diese die Autos aus der Produktion transportieren können. Auch sollte man sehen, das diese kleine Fahrt auch einen Qualitätscheck ist.
Das Teil ist genau so Unsinnig wie die Automaten für die Rücknahme von Einwegflaschen. (Schade das diese keine dummen Politiker oder EU-Beamte annehmen). Aber vielleicht liegt es daran, das der Flaschenpfand nicht geregelt ist. ;-)

Missoni26.01.2013, 07:30
(0)(0)

das Teil erinnert mich an das Kofferterminal am Kölner Hauptbahnhof. Da gibt es auch keine Schliesfächer mehr, sondern nur noch solche Behälter, welcher ein Robotersystem in ein Regal stellt. So ist es auch hier. Aber wenn schon ein Regal, dann könnte man es auch gleich so wie VW machen und nicht so ein sinnloses Teil.

FindsGut25.01.2013, 14:59Antwort
(4)(0)

Da kann ich nur Recht geben! Vielleicht sollte man mal berücksichtigen, dass man damit unter Umständen irrsinniges umherkurven vermeiden kann. Eine unnötige Co2 Belastung! Zu dieser Belastung kommt dann noch der Energieverbrauch für spezielle Klimaanlage, die das wieder rausfiltern müssen - das braucht auch Strom. Bin mir sicher, mit diesem System kann man das Einsparen. Die speziellen Filteranlagen würden somit nur für den Bereich benötigt, wo das Auto vom System "aufgenommen" wird. Also weniger Stromverbrauch und weniger Co2-Belastung! Ausserdem ist es bestimmt platzsparender - manche brauchen ja zwei Parkplätze!!!!
Bevor man also so einen Unsinn schreibt (@proa94), erstmal Hintergründe überlegen!

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