Honda wählte den technischen Weg und stattet auf Wunsch die Crosstourer mit einem in dieser Klasse bislang nicht gekanntem Feature aus: einem Automatikgetriebe. Wobei die Ingenieure Wert darauf legen, dass die korrekte Bezeichnung ein Doppelkupplungsgetriebe namens Dual Clutch Transmission (DCT) sei – Kupplungshand und Schaltfuß haben nichtsdestotrotz im Fahrbetrieb Pause.
Trotz der knapp sechs Zentner Motorradmasse lässt sich die Honda-Enduro erstaunlich behende bewegen. Das Fahrwerk überzeugt auch bei hohem Tempo (die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 209 Stundenkilometer), auf schlechtem Asphalt und in engen Kurven, noch überzeugender ist die Kombibremsanlage mit ABS, die dank guter Dosierbarkeit für exzellente Verzögerung sorgt.
Wenig Freude dagegen machte der Verbrauch. Im Schnitt konsumierte die Honda 7,1 Liter auf 100 Kilometer, womit der Reichweiten-Vorteil des 21-Liter-Tanks schnell wieder verspielt ist. Kritik gibt es überdies für den schlecht ablesbaren Balken-Drehzahlmesser und die 274 Euro Aufpreis für die Heizgriffe sind wegen der fummeligen Bedienbarkeit viel zu teuer. In der Summe des gebotenen Fahrvergnügens ist dagegen die 13.490 Euro teure Honda VFR 1200 X Crosstourer ihr Geld wert – die 1000 Euro teurere DCT-Version ist automatisch besser.
Volker Pfau


© IWPUnübersichtlich: Der Balkendrehzahlmesser
© IWPAutomatisch besser - Schalten ohne zu kuppeln: Honda Crosstourer VFR 1200 X mit DCT





















