Aus Prinzip. Zum einen eine Frage des Budgets: „Was bringt mir ein großes Schiff, wenn ich mir hinterher nicht mal mehr ein Bier leisten kann“, sagt er. Zum anderen stecke dahinter auch ein „rein praktischer Gedanke“. Für Günther Fritzemeier gilt: „Ein Auto muss fahren. Der ganze Kram, der da heute so drin ist, den brauch’ ich nicht“.
Damit aber auch die „rein praktische“ Anschaffung eine gute Anschaffung ist, dafür hat der verlängerte Arm seiner Lebensgefährtin Maria Röhl gesorgt – in Person ihres Sohnes. „Die Münchner Autotage waren einfach eine wunderbare Gelegenheit, um sich alle Fabrikate in Ruhe anzusehen“, erklärt Thomas Röhl. So geschehen am Mittwoch, und noch am selben Abend hat Röhl im Internet recherchiert, Preise verglichen und Testberichte gelesen. Oder, wie er selbst sagt: „Ich hab’ einfach dafür gesorgt, dass er sich keinen Mist anschafft“.
Das Angebot auf den Autotagen bestand den Test. Und so hat Günther Fritzemeier den Kaufvertrag unterschrieben. Er ist sich sicher, dass es sein letztes Auto sein wird. Um Sehschwäche oder verminderte Reaktionsfähigkeit gehe es dabei aber nicht, sondern viel mehr um die Ruhe im Alter: „Ich wurde kürzlich rausgewunken und kontrolliert, weil ich zu langsam gefahren bin“, erzählt Fritzemeier. Bis 77 gebe er sich noch als Autofahrer, danach tue er sich das nicht mehr an: „Und dem Verkehr auch nicht“, sagt er und lacht.
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Die Münchner Autotage (Messe München, Halle C4) haben bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Tagesticket (inkl. „f.re.e“) kostet 7,50 Euro, für Kinder (6-14 Jahre) 3,50 Euro.
B. Krischke
















































