Piaggio X10 350 Executive: Edel, elegant und elektrisierend

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    • 07.10.12
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Edel, elegant und elektrisierend

Piaggio X10 350 Executive

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Das hat Piaggio clever gemacht: Die Karosserie des neuen Luxusrollers X10 verrät nicht, welche Motorversion sich darunter verbirgt.

© Piaggio

Wendiger Scooter aus Italien: Unser Tester Volker Pfau erfreute sich an Lauf­ruhe und Wendigkeit.

Kein Typenschild zeigt, ob da nun der 125er, der 350er oder der 500er vor einem steht. Wir wählten die goldene Mitte, nicht zuletzt, weil dieser Motor komplett neu entwickelt wurde und der italienische Konzern große Hoffnungen in den Verkaufserfolg des Einzylindermotors mit 33 PS (24,5 kW) setzt, der auch in anderen Baureihen angeboten wird.

© IWPCockpit mit Wow-Effekt: Die Instrumente sind erfreulich klar, informativ und übersichtlich, die Schalter hochwertig .

Das Cockpit des X10 entlockt einem erst einmal ein überraschtes „Wow“, denn die Instrumente sind erfreulich klar, informativ und übersichtlich, die Schalter hochwertig und funktionell und die Anordnungen logisch. Derartige Anerkennung hat auch der neue Motor verdient, denn er erwies sich als leise und kultiviert, dabei aber durchaus auch als drehfreudig und durchzugsstark. Mit dem 203 Kilogramm schweren Roller hatte das neue Aggregat keinerlei Probleme.

Im Stadtverkehr ist der Italo-Scooter wendig und trotz seines üppigen Plastikkleides leicht zu rangieren, außerorts gefällt er überdies durch Laufruhe und Komfort. Der Radstand von 1625 mm (einer der längsten unter allen Rollern überhaupt) sorgt natürlich dafür, dass der X10 perfekt geradeaus fährt. Weil Länge läuft und auch die Verkleidung den Piloten ordentlich vor Wind und gegebenenfalls Wetter schützt, sind auch Etappen auf der Autobahn kein Problem. Angegeben sind als Höchstgeschwindigkeit 139 km/h, die wir jedoch deutlich übertrafen.

Auf Bundes- und Landstraßen hat der Piaggio genug Leistung, um Überholvorgänge souverän abzuschließen. In Kurven wirkt er zwar etwas behäbig, aber nie schwerfällig und ist jederzeit gut zu beherrschen. Das serienmäßige ABS spricht relativ spät an, die Bremsen verzögern aber insgesamt ohne Fehl und Tadel, auch wenn der sehr bequeme Beifahrersitz belegt ist. Piaggio hat dem Flaggschiff obendrein sogar eine deaktivierbare Antriebsschlupfregelung ASR spendiert, die in der Praxis aber kaum einmal gefordert sein dürfte.

An elektronischer Ausstattung verfügt der Piaggio auch noch über einen per Schalter aktivierbaren Eco-Modus, bei dem etwas sanfter beschleunigt wird und die Höchstgeschwindigkeit minimal geringer ist. Damit verbrauchte der X10 350 dann auch nur knapp vier Liter auf 100 Kilometer, während wir im Normalmodus 4,5 Liter ermittelten.

Dem Anspruch, das Flaggschiff der Marke zu sein, entsprechen sowohl der fürstliche Preis von 6990 Euro als auch Ausstattungsmerkmale wie die USB-Buchse im Handschuhfach z. B. fürs iPhone, die 12-Volt-Steckdose im Handschuhfach, die Halterung für Smartphone bzw. Navi, die Warnblinkanlage und dass der Seitenständer beim Ausklappen die Standbremse aktiviert – Letzteres ein im Alltag sehr angenehmes und auf Straßen mit stärkerer Neigung sehr beruhigendes Feature. Nicht ganz den Erwartungen entsprechen die beiden Staufächer in der Verkleidung, deren Deckel doch arg klapprig sind. Ansonsten gibt es noch Lob fürs relativ geräumige Staufach unter der Sitzbank, das zwei Helme fasst (einer davon ein Jethelm) sowie für das sehr verbraucherfreundliche Serviceintervall von 20.000 Kilometer.

Volker Pfau

Mehr zum Thema:

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