Selbstzahler-Angebote bei Arzt auf Prüfstand

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    • 20.03.13
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Kassen versprechen mehr Aufklärung

Selbstzahler-Angebote bei Arzt auf Prüfstand

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Berlin - Was tun, wenn ein Arzt eine Untersuchung anbietet, die man selbst zahlen muss? Die Krankenkassen versprechen verstärkt Aufklärung - auch zu umstrittenen Angeboten, etwa zur Krebserkennung.

Jedem vierten Patienten ist im vergangenen Jahr laut einer aktuellen Umfrage beim Arzt mindestens einmal eine Leistung auf eigene Rechnung angeboten worden. Nun kommen die teils umstrittenen Angebote verstärkt auf den Prüfstand. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen zieht heute (Mittwoch) in Berlin Bilanz ihrer bisherigen Patienteninformationen zu dem Thema.

Der Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit zufolge informiert nur die Hälfte der Mediziner über die Vor- und Nachteile der Leistungen. Deutlich mehr Frauen als Männer bekamen eine sogenannte individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten. 31 Prozent der Versicherten, denen ein solches Angebot gemacht wurde, lehnten diese laut Umfrage ab.

27 Prozent fühlten sich demnach nur oberflächlich über die Leistung informiert. 18 Prozent gaben an, dass ihnen nur gesagt worden sei, die Kassenleistung reiche nicht. 11 Prozent haben nach eigenen Angaben eine solche Leistung angenommen, weil eine weitere Behandlung oder Untersuchung davon abhängig gemacht worden sei.

Der Medizinische Dienst der Kassen will auch eine neue Bewertung eines häufig gemachten Angebots zur Krebsfrüherkennung erläutern. Es geht um Ultraschall-Untersuchungen der Brust. Nach Einschätzung des Deutschen Krebsforschungszentrums ist diese Methode allein weder zur Abklärung von Veränderungen der Brust noch zur Früherkennung geeignet. Dennoch könne sie bei Frauen unter 40 Jahren, bei schwangeren oder stillenden Frauen sinnvoll sein - gibt der Arzt danach komplett Entwarnung, könne die Strahlenbelastung einer Röntgenuntersuchung vermieden werden.

Die Bundesregierung hatte bereits im November bessere Informationen in der Praxis zu den IGeL-Angeboten angemahnt. Die Kritik: Oft überredeten Ärzte ihre Patienten zu solchen Leistungen. Studien zufolge sollen die Versicherten zuletzt 1,5 Milliarden Euro für Millionen solcher Angebote ausgegeben haben.

Rund 350 Zusatzangebote gibt es - von der Bachblüten-Therapie bis zur Messung des Augeninnendrucks zur Vorsorge und Früherkennung eines Grünen Stars. Als unumstritten sinnvoll gelten Angebote wie eine Untersuchung vor einem Tauchlehrgang oder Reiseschutzimpfungen.

dpa

Die größten Irrtümer über Schnupfen

Rubriklistenbild: © dpa

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Kommentare

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helau23.03.2013, 18:06
(1)(0)

Kassen VERSPRECHEN: genau so ist es sie versprechen, aber machen tun sich nichts!

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