Kolorektale Karzinom: Der Tod kommt schleichend

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    • 11.03.09
    • Darmkrebs
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Das Kolorektale Karzinom:

Der Tod kommt schleichend

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Sechs von 100 Deutschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs. Fast 30 000 Menschen sterben jedes Jahr daran. Das kolorektale Karzinom ist die zweithäufigste Krebs-Todesursache.

Darmkrebs im Endstadium

Beim Auftreten von typischen Beschwerden ist meist bereits ein späteres Stadium der Erkrankung erreicht. Die gute Nachricht: Durch regelmäßige, fachgerechte Vorsorge kann häufig verhindert werden, dass der Darmkrebs überhaupt erst entsteht. Und mit moderner Chirurgie sind auch die Heilungschancen bei bösartigen Tumoren gut.

Risiko steigt mit dem Alter

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Deshalb übernehmen die Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen.

Wenn in der eigenen Familie bereits Erkrankungen vorlagen, sollte schon deutlich früher mit Vorsorgeuntersuchungen begonnen werden.

Auslöser des Darmkrebses werden entfernt

Viele können mit dem Wort ILCO nichts anfangen. Das Wort ist ein Kunstwort und setzt sich aus den medizinischen Begriffen Ileum (Dünndarm) und Colon (Dickdarm) zusammen.

Die Mitglieder dieser Selbsthilfeorganisation sind Betroffene und deren Angehörige, die einen künstlichen Darmausgang oder einen künstlichen Blasenausgang haben.

www.ilco.de

Die effektivste Methode der Vorsorge ist die Koloskopie, eine Spiegelung des Dickdarms. Dank der Entwicklung der Medizintechnik ist diese heute bei weitem nicht mehr so unangenehm, wie man gemeinhin annimmt. Der besondere Vorteil dieser Untersuchung: die Auslöser des Darmkrebses, gutartige Wucherungen in der Darmschleimhaut (Polypen), können bei der Untersuchung gleich mit entfernt werden.

Entwickelt sich aus einem Polyp eine bösartige Wucherung, so gilt: Die Heilungschancen sind umso größer, je eher der Krebs entdeckt wird. Im Frühstadium der Krankheit liegt diese bei 90 Prozent. Aber auch wenn die Krankheit sich bereits im Körper ausgebreitet hat, ist längst nicht alles verloren.

Wenn Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen, zum Beispiel in der Leber, vollständig entfernt werden können, gibt es heute gute Überlebenschancen. Internationale Studien haben gezeigt, dass der Chirurg bei der Behandlung des Darmkrebses ein genauso wichtiger Einflussfaktor ist wie das Krankheitsstadium, in dem sich der Patient befindet. Patienten sollten deshalb unbedingt darauf achten, dass die Operation an einer Klinik durchgeführt wird, die besondere Erfahrung mit Darmkrebsoperationen hat.

Trotz Erkrankung gibt es Heilungschancen

Am St. Joseph-Stift Bremen wurden vier Jahre lang alle Darmkrebsfälle wissenschaftlich erfasst und ausgewertet. Bei den 464 Patienten bestätigte sich, dass auch bei fortgeschrittenem Darmkrebs mit chirurgischen Mitteln viel möglich ist. Selbst bei über 80-Jährigen, immerhin ein Viertel der Patienten, war eine vollständige Entfernung des Primärtumors im Darm in über 90 Prozent der Fälle möglich. Bei jüngeren Patienten stieg der Prozentsatz sogar auf 95.

Zwar haben ältere Menschen insgesamt meist einen schlechteren Gesundheitszustand und müssen häufiger unter Notfallbedingungen operiert werden – Vorbehalte vor Operationen an älteren Krebspatienten darf es aber zunächst nicht geben.

Ein unbedingter Erfolgsfaktor für die Heilung ist eine fachübergreifende, nahtlose Betreuung des Patienten, bei der die Operation nur einen zentralen Baustein darstellt. Eine individuelle Schmerztherapie, psychologische Begleitung, Krankengymnastik und bei älteren Patienten auch eine geriatrische Komplexbehandlung beschleunigen die Genesung. Genauso wichtig ist indes, dass der Patient motiviert ist und von seinen Angehörigen unterstützt wird.

Darmkrebs vor allem in westlichen Ländern

Darmkrebs ist übrigens besonders in den westlichen Industrieländern verbreitet. Warum? Der viel zitierte, ungesunde Lebensstil ist wissenschaftlich nachgewiesen einer der Risikofaktoren für Darmkrebs. Neben regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kann im Alltag also jeder selbst etwas tun, um sein persönliches Risiko zu reduzieren: mit gesunder, vitamin- und ballaststoffreicher Ernährung und genügend Bewegung.

Noch mehr Hintergrundinformationen zum Thema Darmkrebs und Behandlungsmethoden finden Sie hier.

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