Das nervt die Deutschen am Gesundheitssystem

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL3NlcnZpY2UvZ2VzdW5kaGVpdC9kYXMtbmVydnQtZGV1dHNjaGVuLWdlc3VuZGhlaXRzc3lzdGVtLXpyLTI3MTMzNDAuaHRtbA==2713340Das nervt die Deutschen am Gesundheitssystem0true
    • 23.01.13
    • News
    • Drucken
Report 2013

Das nervt die Deutschen am Gesundheitssystem

    • recommendbutton_count100
    • 0

Berlin - Die Krankenversicherung hat Milliarden auf der hohen Kante - wenig wird derzeit über Einschnitte bei den Leistungen geredet. Das beruhigt die Patienten insgesamt - doch ein Aufreger bleibt.

© dpa

Vor allem lange Wartezeiten beim Arzt nervt die Deutschen am Gesundheitssystem.

Die Bundesbürger sind immer zufriedener mit dem deutschen Gesundheitswesen - nur lange Wartezeiten beim Arzt sind für viele ein Ärgernis. Mit 82 Prozent fanden vergangenes Jahr so viele Menschen das Gesundheitssystem gut wie zuletzt Anfang der 90er Jahre, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten MLP-Gesundheitsreport hervorgeht. Für die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, liegt der Hauptgrund der positiven Werte in der derzeit herrschenden gesundheitspolitischen Ruhe. „Die wachsende Zufriedenheit geht vor allem darauf zurück, dass die Bürger nicht mit Reformdiskussionen behelligt werden.“

Allein binnen eines Jahres stieg der Anteil der Zufriedenen um zehn Prozentpunkte. Nur noch 39 Prozent meinen, die Gesundheitsversorgung habe sich verschlechtert - 46 Prozent meinen, sie sei gleichgeblieben, 9 Prozent gehen sogar von einer Verbesserung aus.

31 Prozent der Menschen sorgen sich aber darüber, dass sie im Krankheitsfall eine nötige Behandlung womöglich nicht verschrieben bekommen, weil sie zu teuer sei. Bereits 39 Prozent der gesetzlich Versicherten geben an, sie hätten in den vergangenen Jahren mindestens einmal Therapien selbst bezahlen müssen.

Auch die Zuversicht der Ärzte steigt. 93 Prozent halten die Gesundheitsversorgung für gut oder sehr gut, nur 7 Prozent für weniger gut. Allerdings sehen 67 Prozent ihre Therapiefreiheit durch steigenden Kostendruck infrage gestellt. 38 Prozent geben an, Behandlungen mindestens gelegentlich aus Kostengründen verschieben zu müssen.

Mit ihrem Einkommen sind die meisten Mediziner zufrieden - den Ärztemangel auf dem Land und zu viel Stress im Krankenhaus spüren sie hingegen deutlich.

Viele Bürger beschweren sich über lange Wartezeiten - vor allem gesetzlich Versicherte. So beklagen 38 Prozent von ihnen, binnen zwei Jahren mehrmals lange auf einen Arzttermin gewartet zu haben, bei 17 Prozent kam dies einmal vor. Trotz Termin lange im Wartezimmer saßen sogar 67 Prozent der Kassenpatienten - aber nur 48 Prozent der Privatpatienten. Köcher sagte: „Das müsste nicht auf diesem hohen Niveau stattfinden.“ In den Praxen gebe es einiges zu optimieren.

Grundsätzlichen Reformbedarf sehen 47 Prozent der Bürger nach 65 Prozent drei Jahre zuvor. Nach der Bundestagswahl erwarten nur 4 Prozent der Ärzte solche Reformen. In der Bevölkerung sagen 64 Prozent, keine Partei habe das vernünftigste Reformkonzept oder sie wüssten es nicht. „Es gibt kein gesundheitspolitisches Profil bei irgendeiner der Parteien“, sagte Köcher.

Der Auftraggeber, der Finanz- und Vermögensberater MLP, ist mit zahlreichen Versicherungsprodukten auch in der Gesundheitsbranche aktiv.

dpa

zurück zur Übersicht: News

Kommentare

Kommentar verfassen

Notrufnummern

  • Polizei: 110
  • Feuerwehr: 112
  • Apotheken-Notdienst: 0 800 288 288 0
  • Telefonseelsorge: 0 800 111 011 1
  • Giftnotruf: 089 192 40
  • Caritas Suchttelefon: 0 800 887 760 00
  • Aids-Beratung: 0 1805 555 444
  • Kinder-Notruf: 0 800 151 600 1

Meistgelesene Artikel

  • Heute
  • Letzte Woche
  • Letzter Monat
  • Themen
Kopfschmerzen

Rezeptfreie Schmerzmittel sind ein Risiko

ASS, Paracetamol oder Ibuprofen - fast jeder kennt wohl diese Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen. Es gibt sie ohne Rezept zu kaufen. Harmlos sind sie deswegen nicht, warnt jetzt Stiftung Warentest.   Mehr...

EU-Gesundheitskarte.

Krank im EU-Ausland: Wer trägt die Kosten

Trotz Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte kann es sein, dass gesetzlich Versicherte beim Arztbesuch im EU-Ausland die Behandlungskosten vorstrecken müssen.Mehr...

Bier

Alkoholfreies Bier enthält meist Alkohol

Weißbier, Pils oder Radler  - fast alles gibt es auch als alkoholfreies Bier. Gerade nach dem Sport ist das Bier ohne Blei beliebt. Aber "alkoholfreies Bier" enthält Alkohol. Ist es deswegen ungesund?Mehr...

Auf Reisen können Kompressionsstrümpfe das Anschwellen von Beinen verhindern. 

So beugen Sie einer Thrombose vor 

Das beste Mittel, um einer Thrombose vorzubeugen, gibt es ganz ohne Rezept: Bewegung.Mehr...

Käse, Milch, Äpfel oder Eier - Lebensmittel auf die Menschen allergisch reagieren können.

Darmbakterien schützen vor Lebensmittelallergie

Lebensmittelallergien nehmen stark zu und lassen sich kaum behandeln. Eine Studie zeigt, dass bestimmte Darmbakterien schützen können - bei Mäusen.Mehr...

Eine Impfung gegen krebsauslösende Humane Papillomviren sollte vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen - bei Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren übernehmen die meisten Krankenkassen die Kosten.

HPV-Impfung für Neunjährige

Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollten sich Mädchen deutlich früher als bisher gegen sogenannte Humane Papillomviren (HPV) impfen lassen.Mehr...

ProU - Schmerzfrei von Kopf bis Fuß

Die Experten von ProU, dem modernen Orthopädie-Zentrum am Flughafen München, bieten Ihnen umfassende Hilfe bei allen orthopädischen Fragestellungen.Mehr...

Alkoholsucht im Alter

Alkoholsucht im Alter - ein gefährliches Tabu

Angesichts der Statistiken über junge Kampftrinker wird die Gefahr für Alkoholsucht bei Senioren oft unterschätzt. Experten warnen besonders vor Wechselwirkungen mit Medikamenten.Mehr...

Paulaner, Weißbier, Biergarten

Plastik im Bier: Münchner Brauerei beschuldigt

München - 70 Partikel Mikroplastik pro Liter Weißbier - das will der emeritierte Professor Gerd Liebezeit bei einer Marke aus München entdeckt haben. Und es ist nicht die einzige Brauerei. Doch es gibt Kritik.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.