Man unterscheidet zwischen Gebärmutterhalskrebs und der Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers, die von unterschiedlichem Ursprungsgewebe ausgehen. Da der Ursprung des Gebärmutterkrebses die Schleimhaut innerhalb der Gebärmutterhöhle ist, nennt man dies auch Gebärmutterschleimhautkrebs.
Bei Verdacht auf eine Gebärmutterschleimhautkrebserkrankung wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung und danach zur Diagnosesicherung eine Ausschabung der Gebärmutter durchgeführt.
Im Zentrum der Therapie des Gebärmutterschleimhautkrebses steht zweifels ohne die Operation bei der die Gebärmutter samt anhängender Eierstöcke und Eileiter entfernt wird. Unter bestimmten Voraussetzungen müssen auch die Lymphknoten im kleinen Becken sowie entlang der Aorta entnommen werden.
Strahlentherapie kann helfen
Eine weitere Option ist die Strahlentherapie. Dabei unterscheidet man die lokale Bestrahlung mit einer Konzentration auf das obere Ende der Scheide zur Schonung des umliegenden Gewebes und die Bestrahlung von außen über fünf bis sieben Wochen bei größerer Ausdehnung des Krebses ober auch bei Befall der Lymphknoten. Alternativ zur Operation kommt eine Bestrahlung bei Frauen in Betracht, die in einem schlechten Gesundheitszustand sind oder bereits ein hohes Alter erreicht haben.
Insgesamt ist die Prognose gut. So werden im häufigsten Stadium I bei adäquater Behandlung Heilungsraten von 85 bis 90 Prozent erzielt.
Von Prof. Dr. Willibald Schrödern


Gebärmutterhalskrebs


