Grippewelle hat es in sich

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL3NlcnZpY2UvZ2VzdW5kaGVpdC9ncmlwcGV3ZWxsZS1zaWNoLXpyLTI4MjE2NDAuaHRtbA==2821640Diese Grippewelle hat es in sich0true
    • 26.03.13
    • News
    • Drucken
Stau in den Wartezimmern

Diese Grippewelle hat es in sich

    • recommendbutton_count100
    • 0

Berlin - Husten, Halsweh, Fieber: Schon lange sind nicht mehr so viele Patienten mit Grippe-Symptomen in deutsche Arztpraxen gekommen wie in diesem Jahr.

© picture-alliance/ dpa

Niesen und schniefen heißt es in diesem Winter für besonders viele Deutsche.

Die Wartezimmer der Arztpraxen sind bisher so voll gewesen wie seit acht Jahren nicht mehr. „Nur 2004/05 war der Praxisindex höher als in dieser Saison“, sagte Susanne Glasmacher, Sprecherin des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre. Ein Hinweis auf die Schwere einer Grippewelle ist das allein aber noch nicht. Eine solche Einschätzung ist erst im Rückblick möglich - samt der Zahl der Todesfälle.

Der Höhepunkt der aktuellen Grippewelle begann Mitte Februar. In Spitzenzeiten wurden wöchentlich in rund 9000 Fällen Influenza-Viren nachgewiesen. Auch wenn dieser Höhepunkt nun überschritten ist: Entwarnung gibt das RKI noch nicht. „Wir denken, dass die Virusaktivität noch ein paar Wochen anhalten wird“, sagte Glasmacher am Dienstag.

Der Praxisindex misst, wie viele Patienten mit Atemwegserkrankungen mehr in ausgewählte Praxen kommen als in grippefreien Zeiten im Winter. In diesem Jahr kamen bis zu 2,3 mal mehr Patienten. Im Winter 2004/05 wurden bis zu 2,5 mal mehr Arztbesuche gezählt. Wie auch in den Vorjahren, sei in dieser Saison der Anteil der Säuglinge und Kleinkinder unter den Patienten am höchsten gewesen, sagte Glasmacher. Nicht jeder Patient mit Atemwegproblemen aber hat eine echte Grippe. Für den Nachweis ist ein Test auf Influenza-Viren nötig.

Die Einschätzung einer Grippewelle allein anhand des Praxisindex sei aber nicht sinnvoll, betonte Glasmacher. „Ein kurzfristig sehr hoher Wert kann weniger problematisch sein als eine Zeit mit langfristig mittleren Werten“, erläuterte die Sprecherin. Auch bei den gemeldeten Virusnachweisen seien Vergleiche problematisch. „Naturgemäß ist dies nur ein kleiner Anteil, der stark von der öffentlichen Aufmerksamkeit und dem diagnostischen Vorgehen abhängt“, ergänzte sie. Beides könne in verschiedenen Jahren und Regionen sehr unterschiedlich sein.

Die größten Irrtümer über Schnupfen

Im Jahr der Schweinegrippe-Pandemie (2008/09) seien in Spitzenzeiten zum Beispiel bis zu 32 000 Influenza-Nachweise pro Woche übermittelt worden. Im Winter zuvor habe der Spitzenwert bei nur 5000 Nachweisen pro Woche gelegen. Doch die Zahl der Todesfälle habe damals dann mit 19 000 einen Höhepunkt im Zehn-Jahres-Vergleich erreicht. „Die Einschätzung der Schwere einer Grippewelle ist erst möglich, wenn die Welle vorbei ist“, sagte Glasmacher.

dpa

zurück zur Übersicht: News

Kommentare

Kommentar verfassen

Notrufnummern

  • Polizei: 110
  • Feuerwehr: 112
  • Apotheken-Notdienst: 0 800 288 288 0
  • Telefonseelsorge: 0 800 111 011 1
  • Giftnotruf: 089 192 40
  • Caritas Suchttelefon: 0 800 887 760 00
  • Aids-Beratung: 0 1805 555 444
  • Kinder-Notruf: 0 800 151 600 1

Meistgelesene Artikel

  • Heute
  • Letzte Woche
  • Letzter Monat
  • Themen

ProU - Schmerzfrei von Kopf bis Fuß

Die Experten von ProU, dem modernen Orthopädie-Zentrum am Flughafen München, bieten Ihnen umfassende Hilfe bei allen orthopädischen Fragestellungen.Mehr...

Äffchen füttern im Serengeti-Park als Therapie? Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) begleitet im Rahmen einer Studie Patienten fünf Jahre lang.

Hunde, Pferde und Äffchen als Seelentröster

Keine Widerworte und keine guten Ratschläge - gerade deswegen sind Tiere für Menschen oft ein Segen, auch als Helfer bei einer Therapie. Bislang fehlen wissenschaftliche Studien. Das ändert sich nun.Mehr...

Die Skandale in der Transplantationsmedizin wirken sich negativ auf die Spendenbereitschaft aus.

Chirurgen verpflanzen erstmals "tote" Herzen

Australische Chirurgen haben nach eigenen Angaben erstmals erfolgreich Herzen verpflanzt, die zuvor aufgehört hatten zu schlagen.Mehr...

ProU - Schmerzfrei von Kopf bis Fuß

Die Experten von ProU, dem modernen Orthopädie-Zentrum am Flughafen München, bieten Ihnen umfassende Hilfe bei allen orthopädischen Fragestellungen.Mehr...

Wunderwerk Wirbelsäule: Ein Modell davon zeigt Prof. Georg Gradl seinem Patienten Herbert Eicher (89).

Wirbelsäulen-OP noch in hohem Alter?

Sie ist die wichtigste Stütze des Körpers. Doch die Last eines langen Lebens setzt auch der Wirbelsäule zu. Physiotherapie und Massagen können bei Beschwerden helfen. Doch eine Operation in hohem Alter?Mehr...

Es klingt wie ein Wunder: Dank einer neuen Methode kann ein gelähmter 40-Jähriger wieder erste Schritte machen.

Dank Nasenzellen: Gelähmter macht erste Schritte 

Es klingt verrückt: Doch mit Hilfe von Nasenzellen kann ein von der Hüfte abwärts gelähmter Mann wieder erste Schritte machen. Mehr...

ProU - Schmerzfrei von Kopf bis Fuß

Die Experten von ProU, dem modernen Orthopädie-Zentrum am Flughafen München, bieten Ihnen umfassende Hilfe bei allen orthopädischen Fragestellungen.Mehr...

Peter Piot, einer der Entdecker des Virus

Ebola: So wurde das Virus unterschätzt

London - Blutproben wurden im Handgepäck eines Flugzeugs transportiert, Pfleger vor Ort „schützten“ sich mit einer Kordel: Wie gefährlich das Ebola-Virus ist, ahnte beim ersten Ausbruch 1976 niemand. Peter Piot, einer der Entdecker des Virus, erinnert sich.Mehr...

Laufen im Park - schon fünf Minuten täglich sind für die Gesundheit förderlich.

Täglich fünf Minuten Joggen sind schon genug

Man muss keine Sportskanone oder Marathonläufer sein, um etwas Gutes für seine Gesundheit zu tun. Schon fünf Minuten Joggen pro Tag sind genug, wie US-Wissenschaftler herausgefunden haben.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.