Irgendwie sagten die Worte des Kollegen alles: „Was? Du fährst zur Präsentation der neuen B-Klasse? Wusste gar nicht, dass Mercedes den noch baut.” Irgendwie geht es vielen so.

© Mercedes
Reisen statt Rasen: Elegant und geschmeidig liegt die neu geformte Limousine auf der Straße
Jahrelang war die Mittelklassen-Flotte der Stuttgarter so etwas wie der B-Promi im Angebot. Und genau das soll sich ändern. Das B. soll nun für etwas anderes stehen: für besser. Im schönen Wien präsentierte Mercedes Mitte dieser Woche ihr neues Produkt. Gut zwei Tage nahmen wir die neue Serie genau unter die Lupe – bei Testfahrten auf der Autobahn, der Landstraße und sogar auf Feldwegen. Und gleich vorweg Die neue B-Klasse ist wirklich besser. Was sofort auffällt: Der Wagen schnurrt, wie es sich für einen Mercedes gehört. Hier kann er problemlos mit der C-Klasse mithalten. Absolutes Limousinen-Gefühl. Sanft, mild.
Weg vom Klotzigen, Klobigen – was dem Vorgänger- Modell ja oft vorgeworfen wurde. Das zeigt sich auch in der Optik. Schnittig kommt er daher. Dafür hat man dem Wagen vier Zentimeter an Höhe genommen und einfach bei der Länge hinzugefügt. Hier passt alles.
Was der neue B-Klasse nicht ist: eine Rennsemmel. Das Auto (gerade in der Dieselklasse mit 109 oder 136 PS) will eher durch Sparsamkeit (4,4 Liter auf 100 Kilometer) und Umweltfreundlichkeit (115 Gramm CO2 pro Kilometer) punkten. So richtig sportlich fuhr sich beim Test nur der Benziner 200 mit 156 PS. Der schafft es auch von null auf hundert in immerhin 8,1 Sekunden.
Das Fazit: Die neue B-Klasse kann überzeugen – mit seiner üppigen Mercedes-Technik, an der hier nicht gespart wurde. Er ist ein geräumiger (488 Liter Kofferraum) Mittelklasse-Wagen mit ein bisserl Luxus, aber doch bodenständig. Zu haben ist er übrigens ab 26.000 Euro.
ARMIN GEIER
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