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Service WM Fürstenfeldbruck: Perfektes Ambiente für Weltmeister

SIEGEREHRUNG DER SERVICE WM

Service WM: Perfektes Ambiente für Weltmeister

Fürstenfeldbruck/Dachau - Die Firmen haben sich präsentiert, die Kunden haben abgestimmt. Die Sieger standen fest. Jetzt konnte der Abschluss der Service WM für die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau im Schloss Dachau gefeiert werden.

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Jetzt ist es amtlich! Was die Menschen in der Region Dachau und Fürstenfeldbruck schon insgeheim wussten, hat die Service WM des Münchner Merkur, seiner Heimatzeitungen und der Firma Metatrain jetzt offiziell bestätigt: Die ansässigen Unternehmen sind die Service- Weltmeister Deutschlands!

Mit 184 Teilnehmern in den beiden Landkreisen ist laut Johann Beck, Geschäftsführer von Metatrain ein deutschlandweiter Rekord gelungen. 184 serviceorientierte Unternehmer, die mit der Service-Wüste Deutschland aufräumen und zeigen, dass bei ihnen der Kunde noch König, oder wie es Beck gerne formuliert, noch „Gott“ ist. Im Landkreis Fürstenfeldbruck krönten die Kunden den Holzverarbeitenden Betrieb Widmann aus Olching zum Service-Weltmeister. Auf den Plätzen zwei und drei landeten das Schokolädchen in Puchheim und die Brucker Töpferwerkstatt Ton & Keramik.

Die Service-WM im Dachauer Schloss in Bildern

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Gefeiert wurde im Dachauer Schloss – einem perfekten Ambiente für Könige und Weltmeister. Gestaltete Johann Beck die Auftaktveranstaltung im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, war diesmal sein Bruder Norbert Beck an der Reihe. Die Beck-Brüder sind die Erfinder der Service WM. Sie haben das Konzept vor fünf Jahren entwickelt. Seither gab es deutschlandweit mehr als 70 Wettbewerbe. Bei der WM geht es für die teilnehmenden Geschäfte, Firmen und Unternehmen um die eine, ganz zentrale Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Unternehmen weiterempfehlen?

Wie man seine Kunden bindet, sie emotional für sich vereinnahmt und es schafft, dass sie nicht nur wiederkommen, sondern auch noch ein paar Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn und Familienmitglieder mitbringen, erklären die Beck-Brüder mit einem alles entscheidenden Faktor: mit Emotionen! Denn „Menschen kaufen Emotionen“, wie es Norbert Beck auf den Punkt brachte.

Dabei gibt es laut Becks Theorie drei Kaufknöpfe, auf die man als Unternehmer drücken muss: Spaß, Macht und Sicherheit. Zu Macht gehören auch Anerkennung, Status und Unabhängigkeit. Die Zuhörer verwunderte es da vermutlich wenig, dass dieser Punkt vor allem Männer anspricht. Frauen hingegen „ticken anders als Männer“. Bei diesem Satz von Norbert Beck geht ein kollektives „Ja“ durch den Saal. Beck erklärt das mit Testosteron und Östrogen, rät den Zuhörern, die jeweils geschlechtsspezifischen Knöpfe zu drücken und vor allem öfter, ja ständig. Denn Service-Weltmeister „drücken öfter den Kaufknopf“ und wecken bei jeder Begegnung mit ihren Kunden positive Emotionen. Bei Frauen ist dies vor allem der Sicherheitsknopf, der Fürsorge und Beziehung mit einschließt.

„Frauen entscheiden über 70 Prozent der Einkäufe in Deutschland“ – eine entscheidende Zielgruppe für die Unternehmer. Zudem raten die Beck-Brüder den Service- WM-Teilnehmern „mehrsinnig“ zu verkaufen, also nicht nur über das Sehen, sondern auch über das Riechen, Hören und Fühlen. Norbert Becks Vision frischer, herrlich duftender Brote und Semmeln vor einer Bäckerei ließen den Zuhörer der Abschlussveranstaltung im Schloss das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das Duftmarketing ist ein boomender Zweig in Deutschland, und auch der Einsatz von Musik steigert nachweislich die Verkaufszahlen.

Wichtig ist laut Beck auch, das eigene Unternehmen richtig einzuschätzen. Das Selbstbild entspreche oft nicht dem Fremdbild.

Extrem wichtig ist die Weiterempfehlung. Der Grund für diese Empfehlung ist laut der Metatrain-Umfrage Freundlichkeit, Vertrauen und Wertschätzung – wie in einer Paarbeziehung, meint der Metratrain-Geschäftsführer. Um an dieser Beziehung besser arbeiten zu können, haben die Becks den „Smile Watcher“ erfunden. Ein blaues Plastikarmband, das man am Handgelenk trägt und immer bei „Verhalten minderer Beziehungsqualität“, sprich, wenn das Gespräch mit einem Kunden oder Mitarbeiter nicht so gut gelaufen ist, die Hand wechselt. Trainingsdauer mindestens 28 Tage.

DIE SERVICE-WELTMEISTER

Sieg war Teamarbeit

Service WM Fürstenfeldbruck© dhHubert Widmann siegte im Wettbewerb mit dem Unternehmen, das seine Firma seit Generationen betreibt.

Freude und Überraschung waren groß bei Hubert Widmann, als sein Betrieb als Sieger der Service-WM ausgerufen wurde. Die Familie Widmann betreibt seit mehreren Generationen eine Holzhandlung in Olching. „Da wir sehr serviceorientiert sind, habe ich mir schon einen Platz unter den ersten 20 erhofft“, sagt Hubert Widmann. Dass es dann sogar zum 1. Rang gereicht hat, dafür macht er nicht nur die hohe Fachkompetenz seiner Firma verantwortlich, sondern auch sein gutes Team. „Wir sind zehn Leute, die alle an einem Strang ziehen und wir geben uns jeden Tag aufs Neue Mühe mit unseren Kunden“, verrät der Geschäftsmann als sein Erfolgsrezept. Dass Freundlichkeit und Höflichkeit ganz wichtig sind, das habe er nicht erst aus den Vorträgen gelernt, das war für ihn schon immer selbstverständlich. „Ich sehe den 1. Platz als Anerkennung für die Arbeit vieler Jahre und als riesige Motivation.“ Das Familienunternehmen habe in den vergangenen Jahrzehnten auch ohne Wettbewerb immer das Ziel gehabt, ständig besser zu werden. „Ich freue mich sehr, dass das anerkannt und gesehen wird.“ dh

Süßer Ansporn

Service WM Fürstenfeldbruck© akkChristine Scholz wurde mit ihrem Schokolädchen Zweite bei der Service-WM.

„Nach der Stadterhebungsfeier werden wir im Schokolädchen mit unseren Kunden feiern“, verspricht die zweite Siegerin der Service WM, Christine Scholz. Bei immerhin 78 Teilnehmern unter den ersten Drei zu sein, erfüllt sie schon mit Stolz: „Das ist ein Ansporn, in Zukunft einfach noch besser zu sein.“ Mit Partner Paul Wangler will die Meisterin ihres Fachs auch nach dem tollen Erfolg auf dem Boden bleiben: „Die Kunden fühlen sich bei uns einfach wohl und so soll es auch bleiben.“ Immer nett und höflich sein und stets ein offenes Ohr für die Kundenwünsche zu haben – diese Philosophie ist im Schokolädchen keine leere Worthülse. Das gehört neben den süßen, leckeren Produkten einfach mit dazu: „Wir sind ein sehr persönlicher Laden und bei uns geht’s nicht immer nur ums Geschäft. Wir begreifen uns und unsere Kunden als eine große Familie“, unterstreicht Christine Scholz. Für die Kunden im Schokolädchen werden täglich süße Schokoträume wahr und für Christine Scholz ist der Erfolg bei der Service-WM einfach eines: der Ansporn, noch besser zu werden. akk

Völlig überrascht

Service WM Fürstenfeldbruck© dhAndrea Jacobs schaffte mit der Töpferwerkstatt Ton und Keramik den zweiten Platz.

Andrea Jakobs hat mit ihrer Töpferwerkstatt Ton & Keramik in Fürstenfeldbruck den dritten Platz bei der Service- WM erobert. Die Freude ist riesig über den, wie sie selbst sagt, sehr überraschenden Erfolg. Bei der Konkurrenz von so vielen größeren und bekannteren Firmen hat sie nicht mit einem der vorderen Plätze gerechnet. Andrea Jakobs hat aktiv an ihrem Erfolg gearbeitet. „Ich habe meine Kunden auf den Wettbewerb angesprochen, habe ihnen erklärt, worum es geht“, erklärt die Geschäftsfrau. In Sachen Promotion und Werbung bringt sie Erfahrungen aus einer früheren Tätigkeit mit. Die Inhalte der Vorträge auf den beiden Veranstaltungen der Service-WM waren ihr nicht neu, vieles sei selbstverständlich, die eigene innere Einstellung ganz wichtig. Trotzdem werde sie zukünftig ihr Verhalten den Kunden gegenüber öfter hinterfragen. „Man wirft nicht gleich seine ganze Art über den Haufen, aber man denkt eher darüber nach.“ Freundlichkeit und persönliche Bindung ist ihrer Meinung nach für ein kleines Geschäft das A und O. Ihr Ziel: Irgendwann als Service Weltmeisterin auf Platz 1 zu stehen. dh

Rubriklistenbild: © SIM

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