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Auftaktveranstaltung zu Service WM des Fürstenfeldbrucker Tagblatts: Emotionshirn übertrumpft Denkhirn

STARTSCHUSS DER SERVICE WM

Emotionshirn übertrumpft Denkhirn

Fürstenfeldbruck - Bei der Aktion des Fürstenfeldbrucker Tagblatts und der Firma Metatrain können Unternehmen ihre Service-Leistungen präsentieren. Dann werden die Leser die Firmen bewerten.

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Geschäftsbeziehungen sind wie Paarbeziehungen. Sie leben von Emotionen. Das machte der Verkaufsstratege Johann Beck den rund 250 Geschäftsleuten klar, die zum Startschuss der Service WM des Fürstenfeldbrucker Tagblatts, der Dachauer Nachrichten und der Firma Metatrain in den kleinen Saal im Kloster Fürstenfeld gekommen waren.

Bilder von der Auftaktveranstaltung für die Service WM

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„Service ist sexy“, weiß Beck. Daher sei es wichtig, die emotionale Komponente beim Kundenkontakt niemals außer Acht zu lassen. Der Wirtschaftsexperte unterteilte das menschliche Gehirn in zwei Bereiche: Das Denkhirn, in dem bewusste Entscheidungen getroffen werden, und das Emotionshirn, in dem das Unterbewusstsein regiert. „Bis zu 90 Prozent der Kaufentscheidungen werden im Emotionshirn getroffen“, sagte Beck. Viel zu oft werde im Kundenkontakt aber das Denkhirn angesprochen. Wie sich das ändern lässt, zeigte der Erfinder der Service WM an Beispielen auf zum Teil sehr humorvolle Weise.

© VOXBRUNNER„Service ist sexy“, glaubt Verkaufsstratege Johann Beck von der Firma Metatrain.

Marc Nickol, Verkaufsleiter im Zeitungsverlag Oberbayern, hatte zuvor die Gäste begrüßt. Darunter fanden sich neben zahlreichen Geschäftsleuten auch Brucks Vize- Bürgermeister Hans Schilling, der Kreiswirtschaftsreferent Johann Stürzer und Dachaus Landrat Hansjörg Christmann, der die Schirmherrschaft über die Service WM in seinem Landkreis übernommen hat. „Unser Ziel ist es, die exzellenten Leistungen der Landkreis-Unternehmen herauszuarbeiten“, sagte Nickol.

Christmann bezeichnete die Service WM als wichtige Aktion. Er äußerte zudem die Überzeugung, dass der Service der Firmen in der Region bereits sehr gut ist: „Deutschland wird oft als Servicewüste bezeichnet. Ich glaube aber, wir gehen da zu hart mit uns ins Gericht.“ Das bestätigte Beck: „Wir sind in Deutschland besser, als wir uns machen.“ Er sagt aber auch: „Man kann immer optimieren.“ Hierzu sei es wichtig zu wissen, wie der Kunde tickt.

Beck arbeitete drei emotionale Motive heraus, die ausschlaggebend für die Kaufentscheidung seien: „Weg vom Leid und hin zur Lust. Macht. Sicherheit.“

Die Möglichkeit, ihre Service- Leistungen nach außen zu kommunizieren, bekommen die Landkreis-Firmen im Rahmen der Service WM. Im Rahmen einer Sonderveröffentlichung des Tagblatts am 8. April können sich die teilnehmenden Unternehmen präsentieren. Danach bewerten die Leser die Firmen. Die drei kundenfreundlichsten werden bei der Abschlussveranstaltung am 11. Mai gekürt.

Andreas Daschner

Die Sprüche des Abends

„Wir müssen attraktiv sein. Wenn der Kunde schon fremd geht, dann mit uns.“

WIRTSCHAFTSEXPERTE JOHANN BECK

„Sie haben nur Wettbewerber, keine Mitbewerber oder gar Marktbegleiter. Wenn Sie ihren Lebensabschnittgefährten mit jemand anderem im Bett erwischen, werden Sie ja auch nicht ausrufen: Oh, ein Mitbewerber! Das ist knallharte Konkurrenz.“

„Die meisten Kunden beschweren sich nicht bei Ihnen, sagen es aber weiter. In Zeiten von Facebook heißt das: Ein Klick und 150 oder 250 Menschen wissen Bescheid.“

„Wir arbeiten manchmal zu viel im, statt am Unternehmen.“

„Man sollte sein Gehirn nicht schon am Morgen mit negativen Emotionen programmieren. Wenn dann nämlich ein Kunde reinkommt und freundlich lächelt, dann sagt Ihr Gehirn: Warum grinst der blöd?“

„Fünf Prozent Ihrer Kunden sind als Kind mal mit dem Bobbycar aus der Kurve gefallen. Denen können Sie nichts recht machen. Schicken Sie diese Kunden zum Wettbewerber. Mehr können Sie den gar nicht schädigen.“

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Rubriklistenbild: © VOXBRUNNER

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