München - Die Planung zum Bau eines Olympischen Dorfes anlässlich der Winterspiele 2018 hat den ersten Rückschlag erfahren. Das Verteidigungsministerium stellt sich quer.
Das Ministerium will den der Bundeswehr verbleibenden Teil des Areals an der Landshuter Allee und der Dachauer Straße als „Sondergebiet Landesverteidigung“ ausweisen. Die Stadt hätte somit keinen Einfluss mehr auf die Planungen. Der Stadtrat wurde von dem Vorstoß des Bundes überrascht.
Rund 770 Wohnungen sollen in dem Athletendorf am Rande des Oympiaparks entstehen. Gestern brachte der Stadtrat mit einem Grundsatzbeschluss die Planung auf den Weg. Per internationalem Wettbewerb soll ein Städtebau- und Landschaftskonzept gesucht werden. Der Entwurf sollte ursprünglich für das gesamte Gebiet zwischen Dachauer Straße, Landshuter Allee und Willi-Gebhardt-Ufer gelten – also auch für jene Flächen, die der Bundeswehr verbleiben. Der Bund hatte sich zuvor bereiterklärt, Fläche für das Olympische Dorf zur Verfügung zu stellen. Das Verwaltungszentrum der Bundeswehr soll dann in neuen Gebäuden komprimiert werden.
Unterdessen scheiterte die CSU im Stadtrat mit ihrem Versuch, in dem Grundsatzbeschluss für das Olympische Dorf zugleich festzuschreiben, dass für den Lämschutz eine Untertunnelung der Landshuter Allee geprüft werden solle. Das Planungsreferat betonte, es nehme sich dieser Frage losgelöst von Olympia an.
Matthias Kristlbauer




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