Garmisch-Partenkirchen - Der Gemeinderat Garmisch-Partenkirchen steht heute (Mittwoch) vor einer wegweisenden Entscheidung: Wo sollen für Olympia 2018 die Dörfer entstehen? Derweil werden neue Details bekannt.

Olympia bewegt eine gigantische Menge Geld. Mit Gesamtkosten von 2,8 bis 3,5 Milliarden Euro rechnet die Bewerbungsgesellschaft für den Fall, dass München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee den Zuschlag für die Winterspiele im Jahr 2018 bekommen. Geradezu unbedeutend nimmt sich in dem Budget der Betrag für die Flächen des Snow Villages aus, bedeutend könnte er aber für den Einzelnen sein.
Den knapp ein Dutzend Grundstückseigentümern an der Riffelstraße macht die Gemeinde ein verlockendes Angebot: Etwa zwei Drittel ihrer unbebauten Flächen Richtung Süden kauft ihnen der Markt für das Olympische Dorf und ein späteres Einheimischen-Modell zu einem Preis ab, den ein Gutachter festgelegt hat; der Betrag ist öffentlich bisher nicht bekannt. Das Drittel an der derzeit bestehenden Baugrenze aber sollen die Eigentümer als Bauland nutzen dürfen: für ihren eigenen Bedarf oder für einen Verkauf an Dritte. Damit würde sich der Wert der landwirtschaftlichen Flächen von 20 bis 30 Euro auf 550 Euro (für Bauland nach Bodenrichtwert) je Quadratmeter erhöhen.
Dagegen scheint sich das Gremium einig zu sein, die rund 3700 Journalisten auf mehrere Standorte zu verteilen. Damit würde es dem Vorschlag der Interessengemeinschaft folgen, die das ursprüngliche Konzept mit einem Mediendorf auf den landwirtschaftlichen Grünflächen vehement ablehnt. (matt)




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